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Tarifstreit
Lufthansa und Piloten finden keinen Konsens

Tarifstreit: Lufthansa und Piloten finden keinen Konsens
FOTO: AP, AP
Berlin . Zwischen der Lufthansa und der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) stehen die Zeichen im Tarifstreit weiter auf Konfrontation - Streiks müssen Passagiere aber zunächst nicht fürchten.

Beide Parteien seien am Freitagabend "zunächst ergebnislos auseinander gegangen", sagte ein Lufthansa-Sprecher am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Ein VC-Sprecher sagte: "Es sind keine weiteren Gespräche geplant."

Streiken wollen die Piloten nun aber nicht. "Streiks sind derzeit kein Thema", sagte der Gewerkschaftssprecher AFP. Denn bislang habe es nur Gespräche gegeben, aber keine offiziellen Tarifverhandlungen.

Die Konfrontation verschärft sich nun, nachdem zuvor die Hoffnung auf eine Verständigung gewachsen war. Beide Seiten hätten sich zuletzt "in vielen Punkten deutlich angenähert, dann in einigen Fragen aber auch wieder voneinander entfernt", sagte der Lufthansa-Sprecher nun.

Der Unternehmenssprecher betonte, Lufthansa sei weiterhin überzeugt, dass eine Einigung möglich sei. Der Konzern werde "alles daran setzen, die Gespräche mit der Vereinigung Cockpit wiederaufzunehmen". Neue Termine wurden jedoch nicht genannt.

In dem Tarifstreit geht es neben den Löhnen vor allem um die umstrittene Übergangsversorgung für ältere Arbeitnehmer. Im Hintergrund schwelt aber auch der Streit um das Sparkonzept "Wings". Die Lufthansa bietet im Konkurrenzkampf mit den Wettbewerbern auf mehreren Strecken Billigflüge an. Das Personal der günstigen Billigtochter Eurowings wird nicht nach den Lufthansa-Tarifen bezahlt werden, sondern schlechter.

Der Konflikt schwelt schon lange; im vergangenen Sommer scheiterte ein Einigungsversuch per Schlichtung. Mehrfach streikten die Piloten, um ihrer Position Gewicht zu verleihen.

 

(felt/AFP)
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