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Umstrittene Ankündigung
Telefónica will Bewegungsdaten seiner Kunden verkaufen

Umstrittene Ankündigung: Telefónica will Bewegungsdaten seiner Kunden verkaufen
Schon vor vier Jahren wollte Telefónica Bewegungsdaten verkaufen - erntete für den Plan aber viel Kritik FOTO: dpa, ve hpl tmk vfd
Düsseldorf . Der Telekommunikationskonzern Telefónica will die Bewegungsdaten seiner deutschen Kunden zu Geld machen. Beide Seiten sollen davon profitieren.

"Jetzt sind wir an dem Punkt, dass wir starten können", sagte der Vorstandsvorsitzende von Telefónica Deutschland, Thorsten Dirks, der "Wirtschaftswoche". Welche Daten Telefónica verkaufen darf, sollen die Kunden selbst entscheiden. "Wir wollen den Kunden die Herrschaft über ihre Daten zurückgeben." Zu Telefónica gehören in Deutschland die Marken o2 und Eplus.

Kunden, die ihre Daten freigeben, können demnach mit einer Belohnung zum Beispiel in Form von Rabatten rechnen. "Wenn wir Daten nutzen dürfen und daraus Werte entstehen, dann kann der Kunde natürlich partizipieren", kündigte Dirks an. Bereits vor vier Jahren hatte Telefónica einen Verkauf von Standortdaten an die Werbeindustrie erwogen. Die Geschäftsidee wurde aber nach heftigen Protesten von Datenschützern wieder zu den Akten gelegt.

Anonymität soll gewährleistet sein

Dirks kündigte an, dass beim bevorstehenden neuen Versuch die Anonymität der Kunden gewahrt bleiben solle. "Wir werden uns nicht noch mal die Finger verbrennen." Datenschutz sei ein "ganz kritischer Punkt". Telefónica hat demnach inzwischen einen dreistufigen Algorithmus zur Anonymisierung der Kundendaten entwickelt und mit den Behörden abgestimmt.

Aus den Nutzungsdaten von Mobilfunkkunden lassen sich Bewegungsprofile erstellen. Sie können beispielsweise Aufschluss darüber liefern, wie Kundenströme durch ein Einkaufszentrum verlaufen.

(crwo/AFP)
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