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Neuer Daten-Skandal: Telekom-Chef entschuldigt sich bei Kunden

zuletzt aktualisiert: 05.10.2008 - 16:45

Berlin (RPO). Telekom-Chef Rene Obermann hat sich für den Skandal um den Diebstahl von 17 Millionen Kundendaten des Unternehmens entschuldigt. Der Konzernchef bestätigte, das Unternehmen habe vor zweieinhalb Jahren von dem Datenklau erfahren.

Im Gespräch mit "Bild am Sonntag" sprach Obermann von einem "sehr ärgerlichen Vorfall" und fügte hinzu: "Wir können uns bei unseren Kunden nur entschuldigen."

Der Konzernchef, der damals noch selbst der Mobilfunksparte T-Mobile vorstand, bestätigte in dem Interview, das Unternehmen sei vor zweieinhalb Jahren von einem Vertriebspartner informiert worden, dass ihm Daten angeboten wurden. Daraufhin habe die Telekom sofort Untersuchungen eingeleitet und Anzeige erstattet. Die Behörden hätten umgehend reagiert und bei Durchsuchungen Datenträger sichergestellt.

"Nach unseren Erkenntnissen hatte man 2006 die Daten zwar angeboten, aber keinen Abnehmer gefunden", fügte Obermann hinzu. Die Telekom sei davon ausgegangen, dass die Datenträger sichergestellt waren. "Schadensfälle sind uns nicht bekannt", betonte der Vorstandschef der Telekom. Zudem hätten Fachleute im Zuge der Ermittlungen den Markt lange Zeit beobachtet und keinen Hinweis auf noch in Umlauf befindliche Daten bekommen.

Über den Täter hat der Konzern offenbar noch keine genaueren Informationen. Obermann räumte aber ein, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass der Datendiebstahl von einem Mitarbeiter des Unternehmens begangen wurde. Hier seien die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft abzuwarten. Im Übrigen habe sich die Telekom von Mitarbeitern wegen des Verdachts der missbräuchlichen Verwendung von Daten getrennt.

Obermann räumte aber ein, dass der Konzern von den jetzt bei den "Spiegel"-Recherchen wiederaufgetauchten Daten überrascht wurde. Ansonsten habe die Telekom ihre Sicherheitsvorkehrungen weiter verschärft.

Quelle: ap

 
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