kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Streik geht heute weiter: Telekom-Chef Obermann droht mit Verkauf von Service-Sparten

zuletzt aktualisiert: 12.05.2007 - 09:56

Hamburg (RPO). Einen Tag nach Beginn des Streiks bei der Deutschen Telekom gibt sich Konzernchef René Obermann kompromisslos. In einem Interview drohte er mit dem Verkauf ganzer Service-Sparten. "Wir haben keine Alternative zum Reformkurs", sagte Obermann.

"Wenn es zu keiner Lösung mit der Gewerkschaft kommt, könnten wir zu Verkäufen von Service-Sparten gezwungen sein, um die Kosten in den Griff zu kriegen", sagte Obermann der "Bild am Sonntag". "Wir wollen eine gemeinsame Lösung mit Verdi", sagte Obermann. Er versicherte, die Tür für Gespräche bleibe offen.

Er verwies aber darauf, dass das Unternehmen wegen des Preisverfalls in der Branche allmonatlich "Tausende von Kunden" verliere. Die wirtschaftliche Lage der Telekom bereite ihm "einige schlaflose Nächte".

Obermann sagte, die Telekom sei gut für den Arbeitskampf gerüstet: "Wir haben uns so gut wie möglich auf den Streik vorbereitet und werden alles dafür tun, dass unsere Kunden wenig davon merken." Vom Streik betroffen sei der Kundenservice, also Außendienst und Callcenter, wo es zu Verzögerungen oder schlechter Erreichbarkeit kommen könne, sagte der Telekom-Chef, der zugleich Verständnis für die Wut der Mitarbeiter äußerte: "Auch mir tun solche Entscheidungen weh und ich verstehe, dass die Menschen sauer sind."

Der von der Gewerkschaft Verdi organisierte Streik der Telekom-Beschäftigten soll erstmals auch am Wochenende fortgesetzt werden. Wie Verdi-Sprecher Jan Jurczyk in Berlin mitteilte, werden von Samstagvormittag an bundesweit die Bereitschaftsdienste in den Streik einbezogen. Die Zahl der streikenden Mitarbeiter, Standorte und Dienststellen oder Betriebsteile wollte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft aus taktischen Gründen jedoch nicht bekannt geben. Im Rahmen der vorausgegangenen Warnstreiks waren die Wochenenden bislang nicht von Streiks betroffen.

Mehr als 11.000 Mitarbeiter der Deutschen Telekom waren am Freitag in den Streik getreten. Der erste Arbeitskampf seit der Privatisierung des Konzerns vor zwölf Jahren soll in der kommenden Woche noch verschärft werden. Streikberechtigt sind laut Verdi rund 22.000 Beschäftigte der Festnetz-Sparte. Die Beschäftigten wehren sich gegen Obermanns Pläne, 50.000 Service-Mitarbeiter auszugliedern und für weniger Geld länger arbeiten zu lassen.

Quelle: afp

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Verdacht auf Korruption bei Daimler

Bestechung in der Zulieferkette

Verdacht auf Korruption bei Daimler

Der Autobauer Daimler hat möglicherweise einen Bestechungsfall in seiner Zulieferkette aufgedeckt. mehr 

Banken geizen wieder mit Krediten

Wie zu Zeiten der Lehman-Pleite

Banken geizen wieder mit Krediten

Die Krise setzt den Banken kräftig zu: Auf den Finanzmärkten wächst das Misstrauen immer weiter. Rund um den Globus drosseln die Institute i ... mehr 

Mehr Wirtschaft
Aus der Region

Bestechung in der Zulieferkette

Verdacht auf Korruption bei Daimler

Wie zu Zeiten der Lehman-Pleite

Banken geizen wieder mit Krediten

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Mehr als 140 Tote bei Fluzeugabsturz in Nigeria

Bei einem Flugzeugabsturz am Sonntagabend in Nigeria sind vermutlich alle 147 Passagiere ums Leben gekommen. Auch am Boden gab es Opfer. mehr 

Top-Services
 
Anzeige:
Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
Politik-Nachrichten
Joschka-Fischer-eine-Karriere-in-Bildern_1_16693.jpg

Dramatischer Appell von Joschka Fischer

"Das europäische Haus steht in Flammen"

Mit einem dramatischen Appell hat der frühere Außenminister Joschka Fischer (Grüne) die EU-Führungsmächte Deutschland und Frankreich zu einem radikalen Kurswechsel in der Europapolitik ermahnt. Europa stehe am Abgrund und Deutschland trage einen ... mehr

 
China 23rd anniversary of the Tiananmen Square massacre anniversa

23. Jahrestag des Aufstandes

China blockiert Gedenken an Tiananmen

Die chinesischen Behörden haben mit harten Sicherheitsmaßnahmen ein öffentliches Gedenken an das Tiananmen-Massaker verhindert. mehr

 

Nach der Wahl von Kipping und Riexinger

Linke Angst vor der Bedeutungslosigkeit

 

Der Parteitag der Linken

Lafontaine-Lager setzt sich durch

 

Besuch bei der EM

Merkel entscheidet spontan

 
 

Angebliche Propaganda-Veranstaltung

Nordkorea droht mit Raketenangriff auf Medien

 

Vor schwarz-gelbem Koalitionsgipfel in Berlin

Selbstbewusste FDP stichelt gegen CSU

Strom-Rechner

kWh
vergleichen