Konjunktur-Einbruch erwartet: Telekom-Chef plant weiteren Jobabbau
zuletzt aktualisiert: 23.11.2009 - 10:54Düsseldorf (RPO). Telekom-Chef René Obermann rechnet mit einem erneuten Einbruch der Konjunktur In Deutschland. Die wirtschaftliche Entwicklung werde sich "nur sehr kurzfristig" erholen, in einem Interview.
"Mittel- bis langfristig erwarte ich Rückschläge. Verbraucher und Unternehmen werden für die hohe Staatsverschuldung noch einen Preis zahlen müssen", erklärte der Manager gegenüber dem "Handelsblatt".
Die Telekom müsse sich auf diese Rückschläge einstellen. Wichtig seien dabei solide Finanzen und Rücklagen. "Die Telekom darf nie wieder ins Schwitzen kommen, sondern muss immer auf der Basis eines soliden Zahlenwerkes und starker Bilanzen ihr Geschäft machen", betonte der Konzernchef.
Für das kommende Jahr plant der deutsche Marktführer weitere Stellenstreichungen. "Der Personalumbau im Unternehmen muss weitergehen", sagte Obermann. "In Bereichen, wo die Automation durch die Internet-Technologie immer größer wird, fallen Arbeitsplätze weg, in anderen Bereichen stellen wir neu ein." Der Abbau sei Teil eines neuen Sparplans, der Konzern im Februar vorstellen werde, berichtet das "Handelsblatt".
Sozialverträglicher Personalabbau in Sicht
In der Vergangenheit hat der ehemalige Staatskonzern im Schnitt 10.000 Mitarbeiter pro Jahr abgebaut - ohne betriebsbedingte Kündigungen. Es sehe so aus, als werde es Obermann gelingen, diesen Kurs auch weiter beizubehalten, berichtete das Blatt.
Lothar Schröder, Bundesvorstand der Gewerkschaft ver.di und stellvertretender Aufsichtsratchef der Telekom, sagte dem "Handelsblatt", die entscheidende Sitzung zum Personalabbau habe zwar noch nicht stattgefunden. "Es sieht aber so aus, als würden wir uns verständigen. Die Telekom will offenbar nur die Leute gehen lassen, die das auch selbst wollen", zitierte die Zeitung den Gewerkschafter.
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