kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
TElekom Panorama 2008-0228 ap
  Foto: ap
Kommentare ()

Nach Spitzel-Affäre: Telekom fordert Schadenersatz von Zumwinkel

zuletzt aktualisiert: 17.04.2009 - 20:41

Düsseldorf (RP). Wegen der Bespitzelung von Aufsichtsräten und Journalisten will die Deutsche Telekom ihren früheren Aufsichtsrats-Chef Klaus Zumwinkel auf Schadenersatz verklagen. Dies erfuhr unsere Redaktion aus mit den Vorgängen vertrauten Kreisen.

Danach haben Anwälte der Telekom Zumwinkel in einem Brief aufgefordert, solche Ansprüche freiwillig anzuerkennen und das Geld zu bezahlen. Die Telekom hat in den Jahren 2005 und 2006 Telefondaten von Journalisten und Aufsichtsratsmitgliedern ausspioniert. Das Ziel war es, Informationslecks im Konzern offenzulegen.

Zumwinkel, damals Vorstands-Chef der Post und zugleich Aufsichtsrats-Chef der Telekom, steht im Verdacht, im Jahr 2005 selbst den Sicherheitsdienst des Telefon-Konzerns beauftragt zu haben. Die aktuellen Geldforderungen der Telekom an Zumwinkel beziehen sich auf Zahlungen an die Berliner Firma Network Deutschland. Sie soll laut den staastanwaltschaftlichen Ermittlungen die Telefondaten analysiert haben.

Die Forderungen beziehen sich zudem auf Kosten für Gutachter, die später zur Aufklärung der Affäre eingeschaltet wurden. Die Telekom werde ihr Ansprüche in Höhe von „vielen hunderttausend Euro” (so Unternehmenskreise) auch dann geltend machen will, falls Zumwinkel strafrechtlich ungeschoren aus der Affäre herauskommt.

Um Schadenersatz zu fordern, reiche es aus, Zumwinkel nachzuweisen, dass er seine Kompetenzen überschritten habe. Dass Telefondaten illegal erhoben wurden, sei ein Zumwinkel zuzurechnendes „Kontrollversagen”, selbst wenn dieser von der Erhebung nicht gewusst habe, heißt es bei dem Bonner Konzern. Falls Zumwinkel sogar wusste, dass illegal gearbeitet wurde, umso schlimmer ­ die Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen ihn wegen genau dieses Verdachtes.

Die Telekom hat das Vorgehen gegen Klaus Zumwinkel monatelang intern vorbereitet. Für Vorstandschef René Obermann ist der nun verschickte Brief wichtig, um sich noch vor der Hauptversammlung am 30. April klarer vom früheren Aufsichtsratschef zu distanzieren.


 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Verdacht auf Korruption bei Daimler

Bestechung in der Zulieferkette

Verdacht auf Korruption bei Daimler

Der Autobauer Daimler hat möglicherweise einen Bestechungsfall in seiner Zulieferkette aufgedeckt. mehr 

Banken geizen wieder mit Krediten

Wie zu Zeiten der Lehman-Pleite

Banken geizen wieder mit Krediten

Die Krise setzt den Banken kräftig zu: Auf den Finanzmärkten wächst das Misstrauen immer weiter. Rund um den Globus drosseln die Institute i ... mehr 

Mehr Wirtschaft
Aus der Region

Bestechung in der Zulieferkette

Verdacht auf Korruption bei Daimler

Wie zu Zeiten der Lehman-Pleite

Banken geizen wieder mit Krediten

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Mehr als 140 Tote bei Fluzeugabsturz in Nigeria

Bei einem Flugzeugabsturz am Sonntagabend in Nigeria sind vermutlich alle 147 Passagiere ums Leben gekommen. Auch am Boden gab es Opfer. mehr 

Top-Services
 
Anzeige:
Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
Politik-Nachrichten
Joschka-Fischer-eine-Karriere-in-Bildern_1_16693.jpg

Dramatischer Appell von Joschka Fischer

"Das europäische Haus steht in Flammen"

Mit einem dramatischen Appell hat der frühere Außenminister Joschka Fischer (Grüne) die EU-Führungsmächte Deutschland und Frankreich zu einem radikalen Kurswechsel in der Europapolitik ermahnt. Europa stehe am Abgrund und Deutschland trage einen ... mehr

 
China 23rd anniversary of the Tiananmen Square massacre anniversa

23. Jahrestag des Aufstandes

China blockiert Gedenken an Tiananmen

Die chinesischen Behörden haben mit harten Sicherheitsmaßnahmen ein öffentliches Gedenken an das Tiananmen-Massaker verhindert. mehr

 

Nach der Wahl von Kipping und Riexinger

Linke Angst vor der Bedeutungslosigkeit

 

Der Parteitag der Linken

Lafontaine-Lager setzt sich durch

 

Besuch bei der EM

Merkel entscheidet spontan

 
 

Angebliche Propaganda-Veranstaltung

Nordkorea droht mit Raketenangriff auf Medien

 

Vor schwarz-gelbem Koalitionsgipfel in Berlin

Selbstbewusste FDP stichelt gegen CSU

Strom-Rechner

kWh
vergleichen