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Panne in zentraler Datenbank
Telekom räumt Großstörung im Mobilfunknetz ein

Telekom räumt Großstörung im Mobilfunknetz ein - Panne in zentraler Datenbank
Dieser Screenshot der Website allestörungen.de zeigt, wo es die meisten Meldungen über Ausfälle gibt. FOTO: Screenshot allestörungen.de
Düsseldorf. Im Mobilfunknetz der Telekom gab es am Samstagmorgen eine größere Störung. Im Netz häuften sich Beschwerden von Nutzern, die bereits seit der Nacht keinen Empfang mehr hatten. Inzwischen haben die meisten Kunden laut Telekom wieder Empfang.

Die Website allestörungen.de, die Nutzermeldungen über Ausfälle sammelt, verzeichnete seit der Nacht einen deutliche Anstieg der Störungsmeldungen bei Telekom-Kunden. Am frühen Morgen war die Zahl der Meldungen noch einmal stark angestiegen. Der Ausfall betraf ganz Deutschland. 

Am späten Vormittag teilte die Telekom mit, die Störung sei behoben. "Wir fahren wieder hoch", sagte ein Telekom-Sprecher der Nachrichtenagentur dpa. Telefonieren und Surfen seien bundesweit wieder möglich. Zunächst hatte es in einigen Regionen noch Probleme gegeben.

Nutzer mit SIM-Karte aus Deutschland hatten "kein Netz"

Grund für die Störung war der Telekom zufolge ein Problem mit der zentralen Datenbank. Ein Fehler führte dazu, dass die SIM-Karten in den Handys nicht mehr darauf überprüft werden konnten, ob sie gültig und welchem Abrechnungskonto sie zuzuordnen sind. Telekom-Kunden in allen Teilen Deutschlands und auch im Ausland bekamen nach dem Wählen die Fehlermeldung "Kein Netz" angezeigt.

Wie ein Sprecher erklärte, funktionierte die Technologie des Handynetzes weiterhin. Nutzer mit einer ausländischen Sim-Karte konnten sich daher laut Telekom sich daher weiter in das Netz einwählen. Kunden der Telekom dagegen würden nicht akzeptiert, da die Datenbank fälschlicherweise anzeigte, dass sie nicht registriert sind, sagte der Sprecher. Zu den Ursachen dieses Fehlers in der Datenbank konnte er zunächst keine Angaben machen.

Probleme in diesem Ausmaß habe es seit Jahren nicht gegeben, sagte der Sprecher. Sollte ein Gerät noch Einwahlprobleme haben, empfiehlt die Telekom, einmal kurz in den Flugmodus zu gehen oder das Gerät aus- und wieder einzuschalten.

Von der Störung beeinträchtigt war auch die ADAC-Pannenhilfe. Rund 500 Pannenfälle konnten nach Angaben des ADAC zwischen 2 Uhr und etwa 10.30 Uhr nicht gemeldet werden. Das seien 40 Prozent der sonst üblichen Meldungen. Auch die Mitarbeiter der ADAC-Straßenwacht seien nicht zu erreichen gewesen.

Auch bei Twitter gibt es zahlreiche Beschwerden über den Ausfall. Einige Nutzer nehmen die Sache jedoch auch mit Humor. 

(jco/dpa/afp)
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