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Teure Auslandstarife
Auch Telekom streicht die Roaming-Gebühr

Düsseldorf/Bonn. Die Aufschläge fürs Telefonieren und Surfen im EU-Ausland sollen der Vergangenheit angehören - nicht nur bei Vodafone. Auch die Telekom zieht jetzt nach.

Nachdem Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter angekündigt hatte, bei vielen Tarifen innerhalb der EU die Auslandszuschläge abzuschaffen, schlagen die Wettbewerber ähnliche Wege ein. So werden die neuen Magenta- Mobil-Tarife der Telekom ab 19. April bei Nutzung im Ausland auch keine Roaming-Gebühren mehr notwendig machen.

Vom Preis her liegt ein Paket mit drei Gigabyte Datenvolumen dann mit einer auf 44,95 Euro erhöhten monatlichen Grundgebühr genauso hoch wie ein Angebot von Vodafone, aber Vodafone hebt das Tempolimit für LTE auf. Telefonica O2 will zum 30. April die Tagesoption "EU Day Pack" anbieten, bei der nur dann Kosten anfallen, wenn man sie auch tatsächlich nutzt. Ab Sommer 2017 sind Roaming-Zuschläge innerhalb der EU verboten.

Die Mobilfunkbetreiber hatten viele Jahre zum Teil sehr hohe Gebühren erhoben, sobald der Datenverkehr oder Telefongespräche über die Netze von Partner-Unternehmen im EU-Ausland geleitet wurden. Das EU-Parlament hatte diese Preispolitik als Markt verzerrend und für die Nutzer verunsichernd kritisiert und beschloss deshalb, dass die Roaming-Gebühren nach einer Übergangsfrist bis zum 15. Juni 2017 komplett entfallen sollen. Die Telekom hatte bereits Mitte Februar eine EU-Flat für ihre MagentaMobil-Tarife angekündigt sowie ein aufgestocktes Datenvolumen angekündigt.

(rky/hebu/dpa)
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