Rückgang von Aufträgen erwartet: ThyssenKrupp setzt auf Sparkurs
zuletzt aktualisiert: 23.11.2008 - 21:55Hamburg (RPO). Offenbar schwört ThyssenKrupp-Chef Ekkehard Schulz seine Führungskräfte auf harte Zeiten ein: Einem Medienbericht zufolge will er in den kommenden Tagen einen Brief verschicken, in dem er einen großen Kreis von Managern zum strikten Sparen auffordert.
Nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe) erhält ein großer Kreis von Managern in den nächsten Tagen ein Schreiben, das dazu auffordert, alle Ausgaben auf den Prüfstand zu stellen. Ziel ist es demnach, im Konzern Einsparungen von rund eine Milliarde Euro zu erzielen. Allein die Verwaltungskosten sollen um rund zehn Prozent sinken. Die Details des Sparprogramms sollen in dieser Woche festgezurrt werden. ThyssenKrupp wollte sich dazu derzeit offiziell nicht äußern.
Schulz reagiert damit auf zu erwartende Rückgänge beim Auftragseingang in vielen Teilen des Konzerns, vor allem im Autozuliefer- und Stahlgeschäft, schreibt das Blatt weiter. Die Nachfrage nach Stahl ist in der gesamten Branche seit Mitte Oktober abrupt eingebrochen, da Autokonzerne, Maschinenbauer und Haushaltsgerätehersteller deutlich weniger ordern. Zum Teil sei in der Stahlindustrie sogar von sogenannten negativen Auftragseingängen die Rede: Es gebe keine Bestellungen, aber zusätzlich Stornierungen.
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