Es war ein Zusammenprall unterschiedlicher Temperamente und Kulturen, der sich im Sitzungssaal 2154 des US-Kongresses ereignete. Toyota-Chef Akio Toyoda hätte diesen Auftritt gerne vermieden. Dennoch musste er nach der beispiellosen Pannenserie von Toyota Stellung beziehen.
Mit einer Verbeugung betritt er am Mittwoch den Tagungsraum in Washington.
Die Abgeordneten erwidern die Demutsgesten des Konzernchefs mit scharfen Fragen. Es ist eine Kollision unterschiedlicher Kulturen.
Die Fragen sind direkt, knallhart und schinungslos. John Mica gestikuliert mit einem Memo über die Gewinnmarge des Konzerns.
Eleanor Holmes Norton am Mikrofon.
Für den japaner ist es ein Spießrutenlauf.
Toyota-Kundin Rhonda Smith berichtete weinend, wie ihr Toyota plötzlich auf mehr als 160 Stundenkilometer beschleunigt habe. Sie habe um ihr Leben gefürchtet.
Toyota habe ihre Beschwerden lange ignoriert. "Schämt Euch, Toyota, dass Ihr so geizig seid", rief Smith.
Marcy Kaptur mit einem Buch über Management-Regeln des Konzerns. Die Anhörung findet statt unter dem Titel "Toyota-Gaspedale - eine Gefährdung für die Öffentlichkeit?
Kommittee-Mitglied Mark Souder betrachtet zwei der fraglichen Pedale.
Dan Burton nutzte die Pedale, um gestisch seine Argumentation zu betonen.
Toyoda war zwischenzeitlich den Tränen nahe.
Die Anhörung wurde in Japan live im Fernsehen übertragen.
Nach mehr als drei Stunden hatte Toyoda es endlich überstanden.