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panorama Toyota Prius AP 2010
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Trotz Rückruf-Aktion Prognose erhöht: Toyota fährt Milliardengewinn ein

zuletzt aktualisiert: 04.02.2010 - 12:39

Tokio (RPO). Der unter Qualitätsproblemen leidende Autohersteller Toyota hat im letzten Quartal des vergangenen Jahres einen Nettogewinn von 153,2 Milliarden Yen (1,2 Milliarden Euro) eingefahren.

Toyota-Chef Toyoda: Einbruch der Nachfrage nach Toyota-Modellen um bis zu 100.000 Autos befürchtet.  Foto: AP, AP
Toyota-Chef Toyoda: Einbruch der Nachfrage nach Toyota-Modellen um bis zu 100.000 Autos befürchtet. Foto: AP, AP

Im Vorjahreszeitraum verbuchte Toyota noch einen Verlust von 164,7 Milliarden Yen. Trotz der gegenwärtigen Rückrufserie und des daraus resultierenden Imageschadens rechnet der weltgrößte Autobauer für das bis März laufende Geschäftsjahr mit einem Gewinn von 80 Milliarden Yen. In einer früheren Prognose war das Unternehmen noch von einem Verlust von 200 Milliarden Yen ausgegangen.

Toyota ist derzeit dabei, in Europa, den USA und China nahezu 4,5 Millionen Autos wegen klemmender Gaspedale zurückzurufen, was den bisher makellosen Ruf der Unternehmens als Qualitätshersteller beschädigt hat.

Die Kosten für den Rückruf in den USA schätzt Toyota auf bis zu 180 Milliarden Yen. Zudem befürchtet das Unternehmen, dass die Rückrufaktion zu einem weltweiten Einbruch der Nachfrage nach Toyota-Modellen um bis zu 100.000 Autos führen könnte.

Zuletzt hatte die Qualitäts-Krise auch das populäre Hybridfahrzeug Prius erfasst. Rund 180 Prius-Kunden in den USA und Japan hatten sich über Bremsprobleme beklagt. Es sei sogar zu Unfällen gekommen, erklärten die zuständigen Behörden in beiden Ländern. Toyota räumte am Donnerstag Entwicklungsprobleme beim Antiblockiersystem des Autos ein. Diese seien bei den seit Ende Januar verkauften Modellen beseitigt worden.

Gerade die Nachfrage nach dem Prius und anderen verbrauchsarmen Modellen hatte im dritten Geschäftsquartal zu dem Gewinn von Toyota beigetragen.

Quelle: apd/csr

 
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