Der japanische Autobauer Toyota bleibt von der Krise nicht verschont.
Toyota-Chef Katsuaki Watanabe musste ein Novum in der Geschichte des weltgrößten Autobauers eingestehen.
Für das Geschäftsjahr 2008/2009 wird ein operativer Verlust erwartet, sagte er am 22.12.2008 vor Journalisten.
Die starke Aufwertung des Yen und der einbrechende Auto-Absatz machen dem Branchen-Primus zu schaffen.
Toyota gilt als Vorbild für die gesamte Autobranche.
Für das Geschäftsjahr 2008/2009 erwartet das Unternehmen einen operativen Verlust von 150 Milliarden Yen (1,22 Milliarden Euro). Zuvor hatte der Konzern noch einen Betriebsgewinn von 600 Milliarden Yen erwartet.
Der Konzern rechnet im Geschäftsjahr 2008/2009, das im März 2009 endet, nur noch mit 7,54 Millionen verkaufter Fahrzeugen. Im Vorjahr waren es noch 8,91 Millionen gewesen. Noch im Oktober war Toyota von 8,24 Millionen verkauften Autos in diesem Jahr ausgegangen.
"Das ist eine Notsituation ohne Beispiel", sagte Watanabe (Mitte) am Hauptsitz im japanischen Nagoya mit Blick auf das derzeitige Umfeld. "Diese Krise ist anders geartet als die vorherigen." Zugleich gab er sich zuversichtlich, dass Toyota die Krise meistern werde.