Deutsche Bahn: Transnet: "7000 Jobs im Güterverkehr in Gefahr"
zuletzt aktualisiert: 04.09.2009 - 15:01Berlin (RPO). Die Gewerkschaft Transnet warnt vor einem massiven Arbeitsplatzabbau im Güterverkehr der Deutschen Bahn. Offenbar plane das Unternehmen wegen der Wirtschaftskrise den Abbau von bis zu 7000 Arbeitsplätzen, teilte die Gewerkschaft am Freitag in Berlin mit.
Das wäre über ein Viertel der bisher etwa 24.000 Stellen beim Güterverkehr der Deutschen Bahn - DB Schenker Rail. Ebenso sollten Güterverkehrsstellen in der Fläche geschlossen werden.
"Ein solches Vorgehen wäre eine Katastrophe für den Schienengüterverkehr in Deutschland und Europa", stellte Transnet-Vize Wolfgang Zell fest. Eine weitere Schließung von Güterverkehrsstellen würde ganze Regionen in Deutschland vom Schienengüterverkehr abkoppeln. Insofern seien "langfristige Verluste von Verkehren auf der Schiene die unumkehrbare Folge". Profitieren würde davon ausschließlich die Straße. Die Bahn würde sich in ihrem Kerngeschäft somit einen zusätzlichen Wettbewerbsnachteil selbst schaffen.
"Abbau nicht hinnehmbar"
Ein möglicher Abbau von bis zu 7000 Arbeitsplätzen sei "nicht hinnehmbar." Eine solche Maßnahme schaffe möglicherweise einen kurzfristigen Ergebniseffekt. "Langfristig fehlen die Mitarbeiter dann wieder", kritisierte Zell. Er verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass betriebsbedingte Kündigungen wegen des Beschäftigungssicherungstarifvertrages ausgeschlossen seien. Er forderte das Management auf, Konzepte zu erarbeiten, die das Unternehmen "auch in dieser schweren Zeit zukunftssicher machen und Arbeitsplätze schaffen und erhalten."
Die Deutsche Bahn teilte hingegen mit, im Schienengüterverkehr gebe es keine Streichliste von Tausenden Arbeitsplätzen. Betriebsbedingte Kündigungen werde es ohnehin nicht geben, da bis Ende 2010 ein Beschäftigungsbündnis gilt. Über dessen Fortsetzung werde demnächst mit den Gewerkschaften verhandelt.
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