kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
panorama rwe zentrale essen energie AP
  Foto: AP, AP
Kommentare ()

Energieversorger rüstet sich für schwere Zeiten: Trotz Gewinn macht RWE den Strom teurer

zuletzt aktualisiert: 11.11.2010 - 14:26

Essen (dRPO). Trotz seiner Milliardengewinne will der zweitgrößte deutsche Energieversorger RWE zum Jahreswechsel die Strompreise auf breiter Front erhöhen. Finanzvorstand Rolf Pohlig sagte am Donnerstag, Grund dafür seien die gestiegenen Kosten für erneuerbare Energien.

Die von allen Kunden mit der Stromrechnung bezahlte, gesetzlich geregelte EEG-Umlage zur Förderung von Wind- und Sonnenenergie steigt zum Jahreswechsel um rund 1,5 Prozent. Pohlig betonte allerdings, der Konzern werde diese Mehrbelastung "nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergeben".

Konzern erwartet schwere Zeiten

Der Wettbewerb und die gesunkenen Börsenpreise dämpften den Preisanstieg. Zur genauen Höhe der Anhebung machte der Manager keine Angaben. Dies werde von den Regionalgesellschaften auch aufgrund der unterschiedlichen Wettbewerbssituation festgelegt.

Der Essener Energieriese glänzt zurzeit zwar noch mit deutlichen Gewinnsteigerungen, stellt sich aber bereits auf härtere Zeiten ein. In den ersten drei Quartalen dieses Jahres erhöhte sich das betriebliche Ergebnis des Konzerns noch einmal um 11 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro.

Das nachhaltige Nettoergebnis stieg ebenfalls um 11 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Zu der Ergebnisverbesserung trugen vor allem die erstmalige Einbeziehung des 2009 erworbenen niederländischen Energieversorgers Essent sowie die Gewinnsteigerungen bei der Stromerzeugung in Deutschland und im tschechischen Gasgeschäft bei.

700 Millionen Euro Belastung

Doch rechnet der Konzern für die nächsten Jahre mit großen Herausforderungen. Allein die Steuer auf Kernbrennstoffe werde das betriebliche Ergebnis ab 2011 mit durchschnittlich 600 bis 700 Millionen Euro pro Jahr belasten. Außerdem leidet RWE unter den niedrigen Gaspreisen.

"Trotz aller Anstrengungen werden wir die künftige Ergebnisbelastung nicht vollständig kompensieren können", sagte Pohlig. Der Konzern müsse deshalb seine mittelfristigen Ergebnisziele überprüfen.

Um den drohenden Ergebniseinbußen entgegenzuwirken, soll der Konzern weiter verschlankt werden, wie Pohlig bestätigte. Einem Zeitungsbericht, RWE plane den Abbau von 2000 Arbeitsplätzen, widersprach der Konzern allerdings.

Spekulationen über Jobabbau

"Die in den Medien genannte Zahl ist weit überhöht und völlig spekulativ", hieß es in einer am Donnerstag versandten Stellungnahme. Richtig sei, dass bei Neuorganisationen auch die Personaldimensionierung überdacht werde, hieß es.

Der Essener Energiekonzern reagierte damit auf einen Bericht der "WAZ"-Mediengruppe. Darin hieß es, RWE plane im Zuge der Umstrukturierung des Unternehmens den Abbau von 2000 Arbeitsplätzen bei der Stromerzeugungssparte in Dortmund und der künftigen RWE Deutschland AG.

"Straffung der Strukturen"

Das Unternehmen hatte bereits Ende September die Straffung der Strukturen beschlossen. Das deutsche Vertriebs- und Netzgeschäft soll zusammengelegt werden, und auch international soll es zu Bündelungen kommen. Eine Verkleinerung der Belegschaft in der Konzernzentrale um rund 400 Mitarbeiter wurde bereits angekündigt.

In der Stellungnahme kündigte RWE weiter an, eine neue Altersteilzeitregelung zu prüfen. Entscheidungen seien jedoch noch nicht getroffen worden. Es bestehe aber eine Beschäftigungsgarantie bis 2012, so dass betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen seien.

Quelle: apd/csi

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Wie Restaurants am Kunden sparen

Statt Sauce Hollandaise gibt's ein Imitat

Wie Restaurants am Kunden sparen

Sauce Hollandaise wird in Restaurants oft nicht selbst mit Butter und Eigelb zubereitet. Stattdessen werden billige Imitate der Lebensmittel ... mehr 

Lenovo erwägt PC-Produktion in Thüringen

Chinesischer Computerhersteller

Lenovo erwägt PC-Produktion in Thüringen

Der chinesische Computerhersteller Lenovo wird möglicherweise in Zukunft auch in Deutschland PCs herstellen. mehr 

Mehr Wirtschaft
Aus der Region

Statt Sauce Hollandaise gibt's ein Imitat

Wie Restaurants am Kunden sparen

Chinesischer Computerhersteller

Lenovo erwägt PC-Produktion in Thüringen

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Tragischer Unfall: 400 Schafe fallen auf Autobahn

Hunderte Schafe sind in der Nacht zu Freitag auf eine Straße in Melbourne gefallen, als ein Tiertransporter auf einer Brücke umkippte und ... mehr 

Top-Services
 
Anzeige:
Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
Politik-Nachrichten

Koalitionsvertrag in Schleswig-Holstein

Der Vertrag für die Dänen-Ampel steht

In Kiel reagiert künftig die Dänen-Ampel. Am Sonntag beendeten die an der Regierung beteiligten Parteien ihre Verhandlungen. SPD, Grüne und Südschleswigscher Wählerverband (SSW) stellten am Abend ihren Koalitionsvertrag. mehr

 

Schiffe aus deutscher Produktion

Israel stationiert Atomwaffen auf U-Booten

Einem Medienbericht zufolge werden israelische U-Boote aus deutscher Produktion mit Atomraketen bewaffnet. mehr

 

Die Linke hat ihr Ende vor Augen

Selbst Gysi weiß nicht weiter

 

Angeblich macht Merkel Druck auf Madrid

Spanien wehrt sich gegen Rettungsschirm

 

Ägyptens Ex-Präsident entgeht Todesstrafe

Tausende fordern den Tod Mubaraks

 
 
 

Chaotischer Parteitag der Linken

Ein Akt der Selbstzerfleischung

Strom-Rechner

kWh
vergleichen