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Wegen Unruhen in Ägypten und Tunesien: TUI fürchtet hohe Verluste

zuletzt aktualisiert: 03.02.2011 - 12:33

London (RPO). Der weltweit größte Reiseveranstalter TUI Travel, Mutterkonzern des deutschen Anbieters TUI, fürchtet Millionenverluste wegen der Unruhen in Ägypten und in Tunesien. Die Einbußen könnten sich auf bis zu 30 Millionen Pfund (35 Millionen Euro) belaufen, warnte am Donnerstag TUI-Travel-Chef Peter Long bei Vorlage der Quartalszahlen in London.

TUI gibt 100 Millionen Euro für ein neues Telefon- und Datennetz aus.  Foto: ddp, ddp
TUI gibt 100 Millionen Euro für ein neues Telefon- und Datennetz aus. Foto: ddp, ddp

Er beteuerte, dass die Sicherheit der Kunden an erster Stelle stehe. TUI Travel beobachte die Lage vor Ort sehr genau.

"Erste Anzeichen" deuteten darauf hin, dass die Kunden umbuchten, sagte Long. Das Unternehmen werde seine Angebote deshalb entsprechend neu zusammenstellen.

TUI Deutschland kündigte am Donnerstag an, Flugkapazitäten von Ägypten auf die Kanaren und nach Antalya verlagern zu wollen. Dorthin sollten 50.000 Flugsitze mehr angeboten werden, um Engpässe zu vermeiden, "da sich momentan viele Ägypten-Urlauber für eine Umbuchung ihrer Reise auf die Kanaren oder nach Antalya entscheiden".

Viele Tourismusunternehmen haben Reisen nach Ägypten abgesagt - TUI tat dies für Urlauber aus Deutschland, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und den skandinavischen Ländern, wie Long sagte.

In den Touristengebieten am Roten Meer war es trotz der Proteste im Land bislang aber ruhig. TUI bringt britische Urlauber daher weiterhin dorthin. Britische Reiseveranstalter warben in den vergangenen Tagen sogar verstärkt für Urlaub am Roten Meer - zu günstigen Preisen.

TUI Travel ist in 180 Ländern vertreten und betreut nach eigenen Angaben mehr als 30 Millionen Kunden. TUI Deutschland GmbH ist eine Tochter des Unternehmens und mit mehr als 20 Prozent Marktanteil der führende Reiseveranstalter hierzulande.

Quelle: AFP

 
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