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Reisekonzern Tui
Vorstandsgehälter sollen sich an Mitarbeiter-Zufriedenheit orientieren

Tui: Vorstandsgehälter orientieren sich an Mitarbeiter-Zufriedenheit
2016 will Reisekonzern Tui ihre Mitarbeiter über die Vorstandsgehälter mitbestimmen lassen. FOTO: ddp, ddp
Hannover. Beim Reisekonzern Tui soll sich die Bezahlung der Vorstandsmitglieder künftig unter anderem an der Zufriedenheit der Mitarbeiter orientieren. Starten soll das neue Vergütungssystem 2016. Im Herbst soll im Betrieb eine Befragung stattfinden, kündigte konzernbetriebratchef Frank Jakobi an.

Nach der Komplettfusion mit der britischen Tochter Tui Travel will der weltgrößte Reisekonzern Tui einen Teil seiner Vorstandsvergütung von der Zufriedenheit seiner Mitarbeiter abhängig machen. "Wir werden im Herbst konzernweit mit einem professionellen Institut eine Befragung durchführen, mit der wir die Mitarbeiter-Zufriedenheit messen wollen", sagte der Tui-Konzernbetriebsratchef Frank Jakobi der Deutschen Presse-Agentur. "Wir brauchen ein Instrument, um die Zufriedenheit zu messen."

Die vor zwei Jahren fixierte Vereinbarung sei noch nicht umgesetzt; auch die Höhe der variablen Vergütung müsse noch konkret fixiert werden. Ein erster Umsetzungsversuch war an Fragen des Datenschutzes gescheitert. Jakobi: "Jetzt starten wir neu. Die Zufriedenheit und Motivation von Beschäftigten ist ein Schlüssel zum Erfolg eines Unternehmens. Diesem Kriterium soll sich der Vorstand stellen."

Eine Umsetzung sei frühestens 2016 möglich, da ein zweites Jahr als Vergleich nötig sei. Nach Ansicht des obersten Arbeitnehmervertreters gibt es eine breite Unterstützung von der Konzernspitze. Jakobi spekuliert darauf, dass sich dieses System mittelfristig auch für das Management der zweiten und dritten Ebene durchsetzen wird. Ein Tui-Sprecher bestätigte das generelle Vorhaben und die Zeitpläne.

(dpa)
 
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