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Umstrittener US-Fahrtenanbieter
Uber macht 708 Millionen Dollar Verlust

Uber meldet 708 Millionen Dollar Verlust und verliert Finanzchef Gupta
Uber-Chef Travis Kalanick (Achrivfoto). FOTO: dpa, tha jhe
San Francisco. Das US-Unternehmen Uber muss abermals einen hohen Verlust vermelden. Die Firmenleitung spricht trotzdem von einer guten Entwicklung. Allerdings muss sie Finanzchef Gupta verabschieden.

Im ersten Quartal des Jahres machte Uber einen Verlust in Höhe von 708 Millionen Dollar (umgerechnet etwa 630 Millionen Euro). Gleichzeitig steigerte das Unternehmen seinen Umsatz in den ersten drei Monaten des Jahres um 18 Prozent gegenüber dem Vorquartal auf 3,4 Milliarden Dollar. Das teilte Uber am Mittwoch (Ortszeit) mit. 

Das Unternehmen stellte die Zahlen als gute Entwicklung dar, weil der Verlust im Quartal davor bei 991 Millionen Dollar gelegen hatte, wie der Fahrdienstanbieter weiter mitteilte. Die Ergebnisse zeigten, dass Uber "gesund und belastbar" sei, sagte ein Sprecher. Die geschrumpften Verluste im ersten Quartal brächten den Konzern auf einen guten Weg hin zur Rentabilität.

Finanzchef Gupta verlässt Uber

Zugleich verkündete Uber am Mittwoch den Weggang seines Finanzchefs Gautam Gupta im Juli, der einen Chefposten in einem ähnlichen Start-up übernimmt. Uber-Chef Travis Kalanick dankte Gupta für die vergangenen vier Jahre, ohne ihn wäre das Unternehmen "nicht dort wo es ist".

Der US-Fahrdienst hat derzeit mit einer Reihe von Problemen zu kämpfen. Erst kürzlich feuerte er einen Ingenieur, der im Zentrum einer Klage gegen Uber wegen mutmaßlichen Technologie-Diebstahls bei der Entwicklung selbstfahrender Autos steht.

Außerdem machte das Unternehmen mit Sexismus-Vorwürfen, Berichten über schlechte Arbeitsbedingungen und dem Einsatz einer geheimen Software Schlagzeilen, mit der offenbar Behördenkontrollen umgangen werden sollten.

(AFP)
 
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