Rezession: Umsatz der Deutschen Post sinkt erneut
zuletzt aktualisiert: 23.07.2009 - 08:25Bonn (RPO). Auch die Deutsche Post hat weiterhin mit der Wirtschaftskrise zu kämpfen. Der Umsatz des Unternehmens sank im ersten Halbjahr um 15,3 Prozent auf 22,58 Milliarden Euro.
Das operative Ergebnis (Ebit) ging um 85 Prozent auf 136 Millionen Euro zurück; vor Einmaleffekten lag der Rückgang bei 40,2 Prozent auf 569 Millionen Euro. Dennoch wies der Konzern einen Gewinn von 1,01 Milliarden Euro aus, nach 614 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Grund dafür war den Angaben zufolge die höhere Bewertung der Postbank-Verkaufsoptionen in den ersten drei Monaten des Jahres.
Im zweiten Quartal ist es der Post nach ihren Angaben gelungen, die Ergebnislage durch umfassende Sparmaßnahmen zu stabilisieren. Vor Einmaleffekten seien alle Unternehmensbereiche profitabel gewesen. Allerdings musste der wichtigste Profitbringer des Konzerns, der Briefsektor, einen Umsatzrückgang um 6,7 Prozent auf 3,21 Milliarden Euro und ein Absacken des Ebit vor Einmaleffekten um 38 Prozent auf 171 Millionen Euro hinnehmen. Grund dafür sei neben starken Lohnsteigerungen auch die Insolvenz des Handelskonzerns Arcandor, die zu Forderungsausfällen von 15 Millionen Euro geführt habe.
Für den weiteren Jahresverlauf erwartet der Logistikkonzern keine nennenswerte Erholung des Welthandels. Allerdings sei bei den prozentualen Rückgängen die Talsohle erreicht. Dank der eingeleiteten Kostensenkungen erwarte die Deutsche Post DHL für das Gesamtjahr ein Ebit vor Einmaleffekten von 1,2 Milliarden Euro und unter dem Strich dank des Postbank-Verkaufs schwarze Zahlen nach dem Verlust von knapp 1,7 Milliarden Euro im vergangenen Jahr.
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