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Zuschläge, Weihnachtsgeld, Sondertarife
Uniper will Mitarbeitern Teile des Gehalts streichen

Uniper will Mitarbeitern Teile des Gehalts streichen - Zuschläge, Weihnachtsgeld, Sondertarife
Christopher Delbrück, Finanzvorstand von Uniper, spricht am 9. März 2017 bei der Bilanzpressekonferenz. FOTO: dpa, ve abl
Essen. Auf die Mitarbeiter des Düsseldorfer Energiekonzerns Uniper kommen einem Zeitungsbericht zufolge harte Einschnitte in Sachen Gehalt und Vergünstigungen zu. Aufgrund des Sparkurses verlangt der Konzern von den Mitarbeitern weitreichende finanzielle Zugeständnisse.

In Gesprächen mit Betriebsräten und Gewerkschaften solle es unter anderem um einen Verzicht auf das Weihnachtsgeld, das Streichen von Vergünstigungen beim Strompreis sowie von Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschlägen, das Abschaffen der Erfolgsbeteiligung und variabler Gehaltskomponenten gehen, berichtet die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung".

Außerdem sollen dem Bericht zufolge alle Tarifangestellten von Uniper um eine Gehaltsgruppe heruntergestuft werden, soweit sie nicht schon auf der untersten Ebene eingruppiert sind. Gefordert werde auch, dass alle außertariflich Angestellten von Uniper im gleichen Rahmen verzichten sollen. Schätzungen zufolge entspricht dies laut "WAZ" Kostensenkungen bei den Beschäftigten von rund 25 bis 30 Prozent.

Der von Eon abgespaltene Energiekonzern Uniper hatte im November bekannt gegeben, dass er bis Ende 2018 die Kosten dauerhaft um 400 Millionen senken will. "Einen großen Teil der Einsparungen wollen beziehungsweise haben wir bereits im Bereich der Sachkosten, zum Beispiel aus den Bereichen Einkauf und IT, realisiert", erklärte eine Sprecherin. Uniper halte aber auch Maßnahmen zur Reduzierung von Personalkosten für unverzichtbar, "um unser Unternehmen vor dem Hintergrund der anhaltend schlechten Marktbedingungen nachhaltig wettbewerbsfähig aufzustellen", hieß es in einer Stellungnahme.

Ziel sei es, in partnerschaftlicher Weise mit Gewerkschaften und Betriebsräten Lösungen zu finden. Zu konkreten Maßnahmen könne man sich nicht äußern, solange diese Gespräche nicht abgeschlossen seien.

(felt/dpa)
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