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  Foto: AP, AP
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Finanzkrise weitgehend vorbei: US-Banken schwimmen im Geld

VON WALTER PFAEFFLE - zuletzt aktualisiert: 04.06.2009 - 07:02

New (RP). York Für Amerikas Großbanken ist die Finanzkrise weitgehend vorbei. Von allen Seiten fließen Anlegergelder in ihre Kassen. Das ermöglicht die schnelle Rückzahlung der staatlichen Nothilfen aus dem so genannten Troubled Asset Relief Program (TARP).

Zudem wollen die Banken den Einfluss Washingtons auf Managergehälter und Dividendenausschüttungen schmälern. "Die Kapitalbeschaffung ist heute eine Kinderspiel", zitiert das Finanzblatt "The Wall Street Journal" einen nicht namentlich genannten Chef einer Bank, die an der Börse Aktien platziert hat.

"Privatinvestoren können nicht genug kriegen." Die Finanzkonzerne J.P. Morgan Chase & Co, Morgan Stanley, American Express Co und die Regionalbank Key Corp haben sich auf dem Wege von Aktienemissionen 8,7 Milliarden Dollar beschafft, teilten sie jetzt mit.

65 Milliarden Dollar besorgt

Damit konnten die 19 Geldhäuser, die sich Belastungsproben (Stresstests) der Regierung unterziehen mussten, bei Privatinvestoren insgesamt mindestens 65 Milliarden Dollar besorgen. Mit der Emission ungesicherter Anleihen und der Umwandlung von Vorzugsaktien in Stammaktien haben sie weitere 20 Milliarden Dollar hereingeholt.

Die meisten Banken verfügen inzwischen über deutlich mehr Kapital, als der Staat vorgeschrieben hat, um gegen mögliche weitere Verluste gerüstet zu sein. Finanzminister Timothy Geithner will in der kommenden Woche bekanntgeben, welche der 19 Institute die Nothilfen aus dem TARP-Programm zurückzahlen können.

Anlagefonds und andere institutionelle Anleger sind offensichtlich der Meinung, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage stabilisiert hat und das Kurs-Gewinn-Verhältnis von Bankaktien niedrig ist. Kritiker warnen jedoch davor, den Banken die Rückzahlung der Notkredite zu gestatten, ehe diese sich ausreichend erholt haben. Auch vor möglichen Rückschlägen wird gewarnt.

Index um 87 Prozent gestiegen

Seit 9. März ist der Großbankenindex der Firma Keefe Bruyette & Woods Inc um 87 Prozent gestiegen im Vergleich zum Dow-Jones-Anstieg von 34 Prozent. Die Kritiker weisen darauf hin, dass Zwangsverkäufe bei den Wohnimmobilien nicht nachgelassen hätten.

Nach Schätzung der Rating-Agentur Moody's am Dienstag stehen den Banken bis Ende nächsten Jahres Verluste in Höhe von etwa 470 Milliarden Dollar ins Haus. Diese Summe könnte auf 640 Milliarden Dollar anschwellen, wenn sich die Wirtschaftslage nicht bessere, so Moody's weiter.

Quelle: RP

 
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