Bear Stearns: US-Finanzkrise lässt Märkte weltweit zittern
VON MARTIN KESSLER - zuletzt aktualisiert: 14.03.2008 - 21:46New York/Frankfurt (RP). Nur mit Mühe haben die US-Notenbank Fed und ein Konkurrent den Kollaps der fünftgrößten amerikanischen Investmentbank Bear Stearns verhindert. Das renommierte Geldhaus an der Wall Street war gestern offenbar nicht mehr in der Lage, seine Schulden zu bezahlen.
Der Kurs von Bear Stearns stürzte daraufhin um bis zu 50 Prozent in die Tiefe. Die US-Bank war ebenfalls tief in die Krise des amerikanischen Hypothekenmarkts verstrickt.
Einen Tag zuvor war der vom Privatinvestor Carlyle Group gesteuerte Hedgefonds Carlyle Capital in die Knie gegangen. Die Gruppe musste 17 Milliarden Dollar ( 11 Milliarden Euro) aus wertlosen Hypothekenkrediten abschreiben.
Beide Ereignisse schicken neue Schockwellen über den Atlantik und lassen die weltweit verunsicherten Märkte erneut erzittern. So stieg der Euro mit 1,5688 Dollar in London auf ein neues Rekordhoch. Der Dax, der erst spät auf die Nachricht reagieren konnte, dreht kurz vor Börsenschluss noch mit 0,75 Prozent ins Minus.
Die Aktienindizes der amerikanischen Börsen gaben im Sog zeitweise um über zwei Prozent nach. Experten befürchten, dass die Schieflagen in den USA in der kommenden Woche massiv auf die Märkte in Europa und Asien durchschlagen mit schweren Folgen für das globale Finanzsystem.
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