| 12.46 Uhr

Bericht über Mega-Fusion im Einzelhandel
US-Investoren an Karstadt und Kaufhof dran?

Insolvenz muss nicht das Aus bedeuten.
Insolvenz muss nicht das Aus bedeuten. FOTO: AP
Berlin (RPO). Im deutschen Einzelhandel kommt es möglicherweise zu einer Mega-Fusion. Nach einem Medienbericht wollen amerikanische Investoren nicht nur die insolventen 120 Karstadt-Häuser von Arcandor kaufen, sondern zudem die 113 Galeria-Kaufhof-Warenhäuser von der Metro übernehmen. Der Name des Investors wurde nicht genannt.

Metro äußerte sich auf Anfrage der "Bild am Sonntag"  nur ausweichend. "Unabhängig vom Insolvenzverwalter reden wir mit vielen Interessenten, die solch ein Geschäft gerne machen wollen. Es gibt derzeit aber keine konkreten Verkaufsgespräche", sagte ein Metro-Sprecher der Zeitung.

In der vergangenen Woche hatte Metro-Chef Eckhard Cordes angekündigt, dass der Kaufhof-Verkauf vorangetrieben werden soll. Der Wert der finanziell gesunden Kaufhof-Kette wird auf zwei bis drei Milliarden Euro geschätzt.

Die insolvente Karstadt-Warenhauskette mit noch 26.000 Mitarbeitern muss bis Ende April einen neuen Besitzer finden, damit der Finanzplan des Insolvenzverwalters greifen kann. Ansonsten droht die völlige Zerschlagung.

Der Insolvenzverwalter hält Karstadt allerdings für überlebensfähig. "Karstadt hat seinen Wert. Das Unternehmen schreibt derzeit schwarze Zahlen, wird eine hohe Eigenkapitalquote haben. Ein echter Unternehmer hat enorme Chancen, langfristig Gewinne zu erwirtschaften", sagte der Karstadt-Beauftragte des Insolvenzverwalters, Rolf Weidmann, der Zeitung.

(DDP/felt)
 
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