Allen Stanford: US-Milliardenbetrüger angeklagt
zuletzt aktualisiert: 20.06.2009 - 12:48Washington/London (RPO). Der texanische Milliardär Allen Stanford ist am Freitag wegen Anlagebetrugs angeklagt worden. Ihm wird vorgeworfen, Kunden mit angeblich sicheren Festgeld-Anlagen um 8 Milliarden Dollar erleichtert zu haben. Stanford hatte sich am Donnerstag dem FBI gestellt.
Die Ankläger werfen dem 59-Jährigen vor, mit angeblich sicheren Festgeldanlagen Anleger um 8 Milliarden Dollar geprellt zu haben. Stanford wird der Betrieb eines massiven Schneeballsystems vorgehalten. Neben ihm wurden sechs mutmaßliche Komplizen angeklagt. Der Milliardär hatte sich am Donnerstag im US-Staat Virginia der Bundespolizei FBI gestellt. Am Freitag wurde er einem Bundesgericht in Richmond vorgeführt.
Die US-Börsenaufsicht SEC beschuldigt den Milliardär und dessen führende Mitarbeiter, Kunden unter Vorspiegelung einer betont konservativen Investmentphilosophie zum Kauf von Festgeldeinlagen der Stanford International Bank auf Antigua geraten, tatsächlich mit diesem Geld aber Finanzanlagen und Grundstücke gekauft zu haben.
Stanford und sein Finanzchef James Davis sollen zudem ein gigantisches Schneeballsystem aufgezogen haben. Die Zinsen für die etwa 300.000 Anleger seien aus den eingeworbenen Geldern bestritten worden. Stanford hat die Vorwürfe zurückgewiesen.
Richterin Hannah Lauck entschied am Freitag, dass in Stanfords Fall Fluchtgefahr bestehe und der Angeklagte deshalb in seinen Heimatstaat Texas zurückgebracht werden solle. Stanford solle in Houston dem Haftrichter vorgeführt werden und bis dahin in Haft bleiben.
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