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Vom Staat gerettete Unternehmen
US-Regierung kürzt Managergehälter

US-Versicherungskonzern AIG: Warum dieser Fall auch für uns wichtig ist
US-Versicherungskonzern AIG: Warum dieser Fall auch für uns wichtig ist FOTO: AP
Washington (RPO). US-Präsident Obama greift durch: Die Regierung kürzt den Spitzenmanagern von fünf mit staatlichen Geldern geretteten Konzernen die Gehälter. Der Sonderbeauftragte für Managervergütung, Kenneth Feinberg, ordnete am Dienstag eine 15-prozentige Gehaltssenkung für 119 Manager im Vergleich zum Vorjahr an.

Sondervergütungen sollen sogar um ein Drittel sinken. Betroffen sind Spitzenmanager des Versicherungskonzerns AIG, die Autobauer Chrysler und General Motors (GM) sowie deren Finanzierungszweige Chrysler Financial und GMAC.

In einem Brief an weitere rund 400 Unternehmen, die vor Februar 2009 staatliche Finanzhilfen erhalten hatten, forderte Feinberg die Offenlegung der Jahresgehälter der jeweils 25 bestbezahlten Manager. Zu diesen Firmen zählen die Finanzunternehmen American Express, Bank of America, Morgan Stanley, Citigroup und JP Morgan Chase.

Mit der Einsetzung Feinbergs hatte die Regierung von US-Präsident Barack Obama im vergangenen Jahr auf die Empörung über Bonuszahlungen in Unternehmen reagiert, die mit dem Geld der Steuerzahler gerettet worden waren. Kritiker der Gehaltseinschnitte argumentieren, dass den Firmen dadurch talentiertes Spitzenpersonal verloren gehen könne. Feinberg legte am Dienstag indes eine Statistik vor, derzufolge 84 Prozent der Manager, die im vergangenen Jahr von solchen Einschnitten betroffen waren, immer noch auf ihren Posten seien.

(AFP/felt)
 
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