Niederlage vor Bundesgerichtshof: Vattenfall muss die Preise senken
zuletzt aktualisiert: 14.08.2008 - 10:45Karlsruhe (RPO). Schwere Schlappe für den Energiekonzern Vattenfall: Der Bundesgerichtshof hat den Anbieter dazu verurteilt, die Preise für die Nutzung seiner Stromnetze zu senken. Diese machen immerhin ein Drittel des Strompreises aus, somit könnte Energie günstiger werden.
Der Energieversorger Vattenfall muss laut Urteil insgesamt 50 Millionen Euro an seine Konkurrenten zurückzahlen. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe urteilte am Donnerstag, der Konzern habe von den Wettbewerbern zu hohe Durchleitungsgebühren für die Nutzung seines Stromnetzes verlangt.
Eine Kürzung der Gebühren durch die Bundesnetzagentur im Juni 2006, gegen die sich Vattenfall gewehrt hatte, bestätigten die Richter des Kartellsenats mit ihrem Urteil im Wesentlichen.
Das Urteil könnte auch für die Verbraucher von Bedeutung sein, da Netzengelte etwa ein Drittel des Strompreises ausmachen. Geklagt hatte der Konzern Vattenfall, den die Bundesnetzagentur im Juni 2006 aufforderte, die Nutzungsentgelte um 18 Prozent zu senken. Der Behörde zufolge hatte Vattenfall überdies monatelang überhöhte Entgelte kassiert.
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