kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Kampagne gegen "Monstertrucks": Verbände kämpfen gegen Gigaliner

zuletzt aktualisiert: 21.08.2007 - 13:38

Berlin (RPO). Sechs Umwelt- und Verkehrsverbände haben sich zusammengetan, um die Zulassung der so genannten Gigaliner zu verhindern. Die 60 Tonnen schweren und 25 Meter langen Riesenlaster seien gefährlich und umweltschädlich, so ein Sprecher. Im Oktober will die Verkehrsministerkonferenz über die Einführung der "Monstertrucks" entscheiden.

Mit einer Kampagne "Keine Monstertrucks" solle auf Sicherheitsrisiken und mangelnde Umweltverträglichkeit der Fahrzeuge hingewiesen werden, sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, am Dienstag in Berlin.

Zurzeit liegt die Grenze - von Sondertransporten abgesehen - im grenzüberschreitenden Verkehr der EU bei 18,75 Meter Länge und 40 Tonnen Gesamtgewicht für einen Lastzug.

Die Gegner befürchten eine Umkehrung des derzeitigen Trends zur Verlagerung von Güterverkehr auf die Schiene. Für die Einführung dieser "Gigaliner" sprechen sich dagegen Teile der Industrie und Handelsverbände aus. Deren Argument, die höhere Nutzlast fasse das Transportvolumen von bisher drei Lastern auf zweien zusammen, wollten die Gegner nicht gelten lassen, da mögliche Emissions-Einsparungen durch den Verlagerungseffekt zurück auf die Straße mehr als wettgemacht würden.

Flege sprach von Gutachten, nach denen eine Umschichtung von 55 Prozent des derzeitigen Aufkommens im Kombinierten Verkehr auf die Straße erwartet werde.

Sicherheitsbedenken brachte Michael Gehrmann vom Verkehrsclub Deutschland vor. Die derzeitigen Straßen und Brücken seien für solche Massen nicht ausgelegt, zu schweigen von den Leitplanken. Zahllose Brücken seien ohnehin bereits marode, und die Kosten einer Ertüchtigung des Netzes, die der Steuerzahler tragen müsste, stünden in keinem Verhältnis zu dem volkswirtschaftlichen Nutzen der Fahrzeuge.

Die Einführung solcher Laster würde die Transportkosten weiter senken, argumentierte Dietmar Oeliger vom NABU. Straßentransport von Gütern sei zurzeit drei Mal energieaufwendiger als der Schienentransport, aber unverhältnismäßig billig, weil die Folgekosten der Allgemeinheit aufgebürdet würden. Eine Zulassung sei unvereinbar mit den Klimaschutzzielen der Bundesregierung, meinte er.

Pilotprojekte laufen

Am 9./10. Oktober will die Verkehrsministerkonferenz in Merseburg einen Beschluss zu Einführung oder Ablehnung treffen. Bisher sind die Ressortchefs der Länder uneins. In Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg gibt es Pilotprojekte.

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee ist gegen die Zulassung. Laut Flege würde eine Einführung in dem größten EU-Land die allgemeine Zulassung in der Europäischen Union wahrscheinlich präjudizieren. In einzelnen Ländern, etwa Schweden und Finnland, sind sie schon erlaubt. Neben den genannten Verbänden gehören die Verkehrsgewerkschaften Transnet und GDBA sowie der BUND zu den Teilnehmern der Kampagne.

Quelle: ap

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Verdacht auf Korruption bei Daimler

Bestechung in der Zulieferkette

Verdacht auf Korruption bei Daimler

Der Autobauer Daimler hat möglicherweise einen Bestechungsfall in seiner Zulieferkette aufgedeckt. mehr 

Banken geizen wieder mit Krediten

Wie zu Zeiten der Lehman-Pleite

Banken geizen wieder mit Krediten

Die Krise setzt den Banken kräftig zu: Auf den Finanzmärkten wächst das Misstrauen immer weiter. Rund um den Globus drosseln die Institute i ... mehr 

Mehr Wirtschaft
Aus der Region

Bestechung in der Zulieferkette

Verdacht auf Korruption bei Daimler

Wie zu Zeiten der Lehman-Pleite

Banken geizen wieder mit Krediten

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Mehr als 140 Tote bei Fluzeugabsturz in Nigeria

Bei einem Flugzeugabsturz am Sonntagabend in Nigeria sind vermutlich alle 147 Passagiere ums Leben gekommen. Auch am Boden gab es Opfer. mehr 

Top-Services
 
Anzeige:
Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
Politik-Nachrichten
Joschka-Fischer-eine-Karriere-in-Bildern_1_16693.jpg

Dramatischer Appell von Joschka Fischer

"Das europäische Haus steht in Flammen"

Mit einem dramatischen Appell hat der frühere Außenminister Joschka Fischer (Grüne) die EU-Führungsmächte Deutschland und Frankreich zu einem radikalen Kurswechsel in der Europapolitik ermahnt. Europa stehe am Abgrund und Deutschland trage einen ... mehr

 
China 23rd anniversary of the Tiananmen Square massacre anniversa

23. Jahrestag des Aufstandes

China blockiert Gedenken an Tiananmen

Die chinesischen Behörden haben mit harten Sicherheitsmaßnahmen ein öffentliches Gedenken an das Tiananmen-Massaker verhindert. mehr

 

Nach der Wahl von Kipping und Riexinger

Linke Angst vor der Bedeutungslosigkeit

 

Der Parteitag der Linken

Lafontaine-Lager setzt sich durch

 

Besuch bei der EM

Merkel entscheidet spontan

 
 

Angebliche Propaganda-Veranstaltung

Nordkorea droht mit Raketenangriff auf Medien

 

Vor schwarz-gelbem Koalitionsgipfel in Berlin

Selbstbewusste FDP stichelt gegen CSU

Strom-Rechner

kWh
vergleichen