Energie: Verbraucherzentralen-Chefin attackiert E.ON
zuletzt aktualisiert: 23.02.2006 - 07:10Hamburg (rpo). Der Streit um die hohen Energiekosten in Deutschland geht weiter. Jetzt hat Edda Müller, die Vorsitzende des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, den größten deutschen Energiekonzern E.ON scharf attackiert. "Die unanständig hohen Gewinne von E.ON bestätigen doch die Vermutung, dass dies auf Kosten der Verbraucher eingestrichen wird", sagte Müller.
In der Bild-Zeitung bezeichnete sie die geplante Übernahme des spanischen Energieversorgers Endesa durch E.ON als "gefährlich". Dadurch steige die Marktmacht des Konzerns noch weiter. "Das ist schlecht für den Wettbewerb und die Preise", betonte Müller.
Deutschlands oberste Verbraucherschützerin äußerte auch deutliche Kritik an der Arbeit des neuen Verbraucherschutzministers Horst Seehofer (CSU). Sie sagte: "Ich habe nicht den Eindruck, dass er das ganze weite Feld der Verbraucherfragen wirklich im Auge hat." Seehofer sei bisher "nur auf Gammelfleisch und Vogelgrippe" fixiert. Es befremde sie auch, dass sie trotz mehrfacher Nachfrage immer noch keinen Termin beim Minister bekommen habe.
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