kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Tarifstreit im öffentlichen Dienst: Verdi droht mit Flächen-Streik im April

VON MATTHIAS BEERMANN UND ULRIKE WINTER - zuletzt aktualisiert: 28.03.2008 - 10:07

Düsseldorf (RP). Deutschland steht erstmals seit 16 Jahren vor einem Großstreik im öffentlichen Dienst: Überquellende Mülltonnen, stillstehende Busse und Bahnen sowie Behinderungen im Flugverkehr drohen, nachdem die Gewerkschaft Verdi gestern einen Schlichterspruch abgelehnt hat.

Der Kompromissvorschlag sah neben einer sechsprozentigen Lohnerhöhung und Einmalzahlungen für die 1,3 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen auch längere Arbeitszeiten in Westdeutschland vor. Verdi-Chef Frank Bsirske kritisierte, der Vorschlag biete nicht einmal einen Inflationsausgleich.

Die letzte Chance, den Flächenstreik noch zu verhindern, sind nun für morgen angesetzte neue Verhandlungen. Bsirske sagte jedoch, er habe wenig Hoffnung auf eine Einigung. Wenn die Gespräche in Potsdam scheiterten, könnte eine Urabstimmung schon kommende Woche stattfinden. Der Streik wäre dann nach dem 12. April möglich, sagte Bsirske.

Der gegen die Stimmen der Arbeitnehmer zustande gekommene Schlichterspruch sieht vor, dass Löhne und Gehälter ab April um vier Prozent und ab Januar 2009 um weitere zwei Prozent steigen. Dazu soll es Einmalzahlungen von 450 Euro geben. Dafür soll die Arbeitszeit im Westen auf einheitlich 39,5 Stunden erhöht werden; im Osten soll sie bei 40 Stunden bleiben.

Der von den Arbeitgebern berufene Schlichter, der frühere baden-württembergische Ministerpräsident Lothar Späth, sagte, die Arbeitgeber hätten sich weit auf die Gewerkschaftsseite zu bewegt. Späth bezifferte das Gesamtvolumen des Lohnzuschlags auf acht Prozent und rief die Gewerkschaften auf, sich den Vorschlag „noch einmal ganz in Ruhe anzugucken“.

Der Präsident der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände VKA, Thomas Böhle, warf den Gewerkschaften „selbstherrliches und verantwortungsloses Verhalten“ vor. Hagen Lesch, Tarifexperte des IW-Instituts in Köln nannte den Schlichtervorschlag „bereits ein Riesenangebot“. Gegenüber unserer Zeitung warnte er, viele Kommunen würden schon jetzt mit Gebührenerhöhungen reagieren müssen.

Die tatsächliche Lohnerhöhung für 2008 betrage wegen der geforderten Mehrarbeit und des Stichtags Anfang April „gerade mal 1,4 Prozent“, kritisierte hingegen Reinhard Bispinck von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung .


 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Forscher entdecken riesiges Manganfeld in Tiefsee

Deutsches Lizenzgebiet im Pazifik

Forscher entdecken riesiges Manganfeld

Meeresforscher haben im deutschen Lizenzgebiet des Pazifik ein großes Vorkommen an Manganknollen entdeckt. mehr 

Dax verliert im Mai mehr als sieben Prozent

Auch am Donnerstag im Minus

Dax verliert im Mai über sieben Prozent

Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Donnerstag von seinem Vortages-Kursrutsch nicht erholen können. mehr 

Mehr Wirtschaft
Aus der Region

Deutsches Lizenzgebiet im Pazifik

Forscher entdecken riesiges Manganfeld

Auch am Donnerstag im Minus

Dax verliert im Mai über sieben Prozent

Ratingagentur senkt den Daumen

Fitch stuft acht spanische Regionen herab

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Kurios: Flugzeuge verhaken sich ineinander

Auf dem Chicagoer Flughafen sind sich zwei sehr ungleiche Flugzeuge ins Gehege gekommen. Eine Boeing 747 wollte sich auf den Weg machen, als ... mehr 

Top-Services
 
Anzeige:
Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
Politik-Nachrichten
237 Abgeordnete haben sich für 16. Wahlperiode eingefunden

237 Abgeordnete

NRW-Landtag konstituiert sich neu

In Nordrhein-Westfalen ist der neue Landtag zu seiner ersten Sitzung nach der Wahl zusammengekommen. mehr

 
Die Kombo zeigt einige KandidatInnen für den Parteivorsitz der Partei Die Linke: (oben von links) Katja Kipping, Katharina Schwabedissen und Bernd Riexinger. (unten von links) Dietmar Bartsch, Sabine Zimmermann und Dora Heyenn.

Machtkampf bei den Linken

Kipping lässt Riexinger abblitzen

Im Machtkampf der Linken hat die stellvertretende Parteivorsitzende Katja Kipping eine Doppelspitze mit Bernd Riexinger abgelehnt. mehr

 

Letzter DDR-Wirtschaftsminister

Gerhard Pohl tot aufgefunden

 

Minister stellt neues Programm vor

Altmaier grenzt sich von Röttgen ab

 

Nahostreise des Bundespräsidenten

Gauck fordert zu Friedensgesprächen auf

 
 

Klage gegen Bundesregierung

EU will Deutschland zum Wassersparen zwingen

 

Nach Selbstverbrennung in Lhasa

China startet Verhaftungswelle in Tibet

Strom-Rechner

kWh
vergleichen