Tarifauseinandersetzung: Verdi droht Post mit unbefristetem Streik
zuletzt aktualisiert: 07.04.2008 - 14:51Berlin (RPO). Am Mittwoch steht die vorerst letzte Verhandlungsrunde zwischen Verdi und der Deutschen Post an. Die Gewerkschaft stellt einen unbefristeten Streik ab Monatsende in Aussicht falls das Unternehmen kein "einigungsfähiges Angebot" vorlege, so Bundesvorstandsmitglied der Gewerkschaft, Andrea Kocsis. "Es wird mit uns keine Arbeitszeitverlängerung geben. Lenkt die Post hier nicht ein, gibt es ab Ende April einen unbefristeten Arbeitskampf", sagte Kocsis.
Nach Angaben von ver.di folgten am Montag 4600 Beschäftigte der Deutschen Post in Nordrhein-Westfalen dem Aufruf der Gewerkschaft und legten zeitlich befristet die Arbeit nieder. Davon betroffen gewesen seien die Versorgungsgebiete sämtlicher Post-Niederlassungen in dem bevölkerungsreichsten Bundesland. Rund 2,5 Millionen Briefe und 60 000 Pakete seien nicht zugestellt worden. Am Dienstag will Verdi die zeitlich befristeten Warnstreikmaßnahmen zunächst aussetzen.
Verdi fordert für die 130 000 Tarifkräfte die Verlängerung des Ausschlusses betriebsbedingter Kündigungen um 39 Monate bis 30. Juni 2011 und zudem zehn Arbeitszeitverkürzungstage, um die "arbeitsplatzvernichtende Wirkung" der von der Post für die 55 000 Beamten geplante Erhöhung der Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 41 Stunden zu kompensieren.
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