Spitzengespräch soll Details klären: Verhandlungen bei Opel in entscheidender Phase
zuletzt aktualisiert: 18.11.2004 - 11:42Rüsselsheim (rpo). Bei Opel sind die Verhandlungen um das Sparpaket in die entscheidende Runde gestartet. Am Donnerstag haben sich Opel-Chef Hans Demant, Personalvorstand Norbert Küpper, Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz, die Arbeitnehmervertreter der Werke Eisenach und Bochum sowie der Produktionsvorstand zum Spitzengespräch getroffen.
Es gelte, über "Details und Spielräume zu verhandeln", sagte ein Konzernsprecher in Rüsselsheim. Ein Durchbruch in den schwierigen Verhandlungen um drastische Einsparungen und den Abbau von 10.000 Stellen bei Opel wurde jedoch nicht erwartet. Dennoch soll eine Lösung bis Jahresende, möglichst schon bis zur Aufsichtsratssitzung am 29. November gefunden werden.
Bislang seien vor allem Informationen ausgetauscht worden, hieß es aus der Rüsselsheimer Konzernzentrale. "Nun liegen die Fakten auf dem Tisch." Management und Betriebsrat ringen nun um die Frage, ob und wie betriebsbedingte Kündigungen bei dem Autobauer vermieden werden können.
Opels Konzernmutter General Motors (GM) kämpft seit Jahren in Europa mit Überkapazitäten und Verlusten. In Europa arbeiten für GM rund 63.000 Mitarbeiter an elf Standorten. Mit drastischen Kürzungen will der Konzern nun aus der Verlustzone steuern. Dabei sollen 12.000 Jobs in Europa wegfallen, 10.000 davon alleine in Deutschland.
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