Interessenten schauen in die Bücher: Verkauf der Postbank wird konkret
zuletzt aktualisiert: 24.06.2008 - 21:01Frankfurt/Main (RPO). Der Verkauf der Postbank durch die Konzermutter Deutsche Post nimmt allmählich konkrete Züge an. Angeblich soll Interessenten erlaubt worden sein, einen ersten Blick in die Bücher des Kreditinstitus zu werfen. Die Commerzbank und die Allianz-Tochter Dresdner Bank sollen jedoch aus dem Rennen sein.
Die Nachrichtenagentur "Dow Jones Newswires" berichtete am Dienstag unter Berufung auf Kreise, dass keine Due Diligence (eine eingehende Prüfung der Bücher vor einer möglichen Übernahme) statt finde. Viel mehr handele es sich um eine Vorstufe davon. Die Gespräche über einen Verkauf seien inzwischen konkret.
Die "Frankfurt Allgemeine Zeitung" meldete am Dienstag vorab aus ihrer Mittwochausgabe, bei einem Verkauf der Postbank seien die Commerzbank und die Dresdner Bank offenbar vorläufig aus dem Rennen. Stattdessen strebe die Deutsche Post nach Angaben aus Finanzkreisen Gespräche mit der Deutschen Bank und mehreren ausländischen Interessenten an. Das vielfach erwartete Dreierbündnis mit Commerzbank und der Dresdner Bank habe kaum noch Chancen, weil sich die beiden potentiellen Partner untereinander nicht einig seien, hieß es.
Der Zeitung zufolge ist bereits am Mittwoch - spätestens aber im Laufe der Woche - mit dem offiziellen Startschuss für den Verkauf der Postbank zu rechnen. Ein Sprecher der Post habe dazu nur gesagt, man befinde sich in einer "ergebnisoffenen Sondierungsphase".
Die Post und die Postbank haben bereits intensive Vorgespräche mit mehreren potentiellen Interessenten geführt, auch mit Kandidaten aus dem Ausland. Interesse wird unter anderem dem Banco Santander nachgesagt, ferner BNP Paribas und Fortis. Auf der Liste der Bewerber steht auch die britische Lloyds TSB.
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