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Dresdner Bank Commerzbank Panorama 11/02/2009
  Foto: ddp
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Dresdner Bank: Verlust-Banker wollen Millionen-Boni einklagen

zuletzt aktualisiert: 11.02.2009 - 15:41

Düsseldorf (RPO). Das Investmentbanking der Dresdner Bank hat 2008 Milliardenverluste eingefahren. Die Banker aus diesem Bereich fordern dennoch Bonuszahlungen in Höhe von 400 Millionen Euro. Auch bei dem Schweizer Bankhaus UBS werden für 2008 trotz eines Rekordverlusts Boni im Wert von rund 1,43 Milliarden Euro ausgezahlt. Aktionärsschützer zeigen sich entsetzt – werfen den Bankern Geldgier vor.

Zwischen den Investmentbankern der Dresdner Bank und der neuen Konzernmutter Commerzbank kommt es möglichweise zu einem Rechtsstreit. Einige Investementexperten wollen klagen, falls ihre Bonuszahlungen gekürzt würden, schreibt die "Financial Times Deutschland".

400 Millionen wurden vertraglich zugesichert

Trotz Verlusten in Milliardenhöhe war den Bankern der Dresdner-Tochter Kleinwort eine Bonuszahlung in Höhe von 400 Millionen Euro versprochen worden. Jetzt will die Commerzbank, die die Dresdner Bank im Januar übernommen hat, die Höhe der Zahlungen überprüfen. Dem Bericht zufolge waren den Bankern schon vor dem Verkauf der Dresdner Bank die Bonuszahlungen zugesichert worden.

Zuletzt hatte die Commerzbank wegen der durch die Finanzkrise entstandenen Verluste der beiden Finanzhäuser den Staat um Hilfe gebeten. Dieser stieg daraufhin mit einem Anteil in Höhe von 25 Prozent bei dem Bankhaus ein. Commerzbank-Chef Martin Blessing machte für den Bedarf in erster Linie hohe Abschreibungen im Investmentbanking verantwortlich.

Trotz Verlust – UBS zahlt Boni in Höhe von rund 1,43 Milliarden Euro

Auch in der Schweiz sorgen Bonuszahlungen an erfolglose Banker für öffentliche Diskussionen.  Das Schweizer Bankhaus UBS wird für 2008 trotz eines Rekordverlusts Boni im Wert von 2,2 Milliarden Franken (rund 1,43 Milliarden Euro) auszahlen.

Von der Bonussumme seien 994 Millionen Franken vertraglich fest vereinbart und 1,161 Milliarden Franken freiwillig. Der freiwilligen Anteil gehe zu 60 Prozent an die Mitarbeiter der profitablen Vermögensverwaltung. Der Rest verteile sich auf die Investmentbank, das Asset Management und die Konzernzentrale. In der hochdefizitären Investmentbank sinke die Bonussumme um 95 Prozent.

Für das Gesamtjahr summierte sich der Verlust auf ein Rekordwert von 19,7 Milliarden Franken. Der Fehlbetrag stammt aus der Investmentbank, in der weiterhin Abschreibungen auf früher in den USA getätigte Anlagen fällig wurden. Im Kerngeschäft Vermögensverwaltung gingen die Gewinne zurück, da die verwalteten Vermögen nach Abflüssen von Kundengeldern und wegen der schwachen Finanzmärkte abnahmen.


 
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