Nur zehn Prozent der Scheine wurden eingelöst: Vermittlungsgutscheine der Arbeitsämter nicht erfolgreich
zuletzt aktualisiert: 19.02.2004 - 15:10Berlin (rpo). Offensichtlich sind die Vermittlungsgutscheine der Arbeitsämter nicht sonderlich erfolgreich. Lediglich zehn Prozent der ausgegebenen Scheine wurden eingelöst.
Zwischen April 2002 und Ende 2003 sind 689 366 Gutscheine ausgegeben worden. Davon wurden nur 48 359 und damit weniger als zehn Prozent tatsächlich eingelöst, wie nach Angaben des Bundestages vom Donnerstag aus einem Bericht der Bundesregierung hervorgeht.
Die Bundesregierung begründet die geringe Zahl an eingelösten Gutscheinen damit, dass wegen der Befristung auf drei Monate mehrere Scheine für dieselbe Person ausgegeben werden. Dies gelte für die Fälle, in denen die Beschäftigungssuche länger dauert. Zum anderen beauftragten letztlich nicht alle Arbeitslosen private Arbeitsvermittler. Viele beschränkten sich auf die eigene Suche.
Nach verhaltenem Beginn sei die Zahl der monatlich eingelösten Gutscheine aber gestiegen und habe im September vergangenen Jahres den Spitzenwert von 3844 erreicht, heißt es in dem Bericht der Regierung.
Gutschein als Förderinstrument für Arbeitslose eingeführt
Der Vermittlungsgutschein war vor zwei Jahren als neues und bis Ende 2004 befristetes Förderinstrument für Arbeitslose eingeführt worden. Die Kosten trägt die Bundesagentur für Arbeit (BA). Die Arbeitslosen haben durch die Gutscheine die Möglichkeit, private Arbeitsvermittler ihrer Wahl einzuschalten. Die drei Monate gültigen Scheine können all diejenigen erhalten, die Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Arbeitslosenhilfe haben.
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