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Deutschlands zweitgrößtes Telefonunternehmen
Vodafone streicht 500 Stellen

Düsseldorf. Vodafone-Deutschland will die aktuell bei 12.000 Beschäftigten liegende Mitarbeiterzahl "bis 2015 in Summe um rund 500 Stellen" verringern.

Dies erklärt Jens Schulte-Bockum, Vorsitzender der Geschäftsführung, in einer internen Mail an die Mitarbeiter, die unserer Redaktion vorliegt. Von den Einsparungen betroffen seien zahlreiche Bereiche von der Netztechnik bis zur Kundenbetreuung. "Wir müssen das Unternehmen wetterfest machen für die Zukunft" , sagte zudem ein Unternehmenssprecher.

Gleichzeitig will Deutschlands zweitgrößtes Telefonunternehmen die Kundenbetreuung in eine neue "Service-Gesellschaft" ausgründen, um die Einstiegsgehälter der Mitarbeiter zu senken. Laut der Mail liegen die Einstiegsgehälter im Servicebereich "bis zu 80 Prozent über dem Marktniveau".

Der britische Konzern hat in vielen Ländern Europas mit widrigen Marktbedingungen zu kämpfen. Vor allem in Südeuropa wird die Nachfrage von der Schuldenkrise gedämpft. In Deutschland sind es Lockangebote der Telekom -Tochter T-Mobile, unter anderem für Smartphones, die Vodafone zu schaffen machen. Der Quartalsumsatz stagnierte zuletzt. Negativ wirkte sich dabei eine Entscheidung der Bundesnetzagentur aus, die den Handynetz-Betreibern seit Dezember niedrigere Preise für Anrufe vorschreibt, die aus anderen Netzen kommen. Damit sinken die Gebühren, die sich die Unternehmen untereinander in Rechnung stellen.

(RP/REU/das/felt)
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