| 17.06 Uhr

Winterkorn bleibt VW-Chef
Das Ende der Patriarchen

Die wichtigsten Protagonisten im VW-Machtkampf
Die wichtigsten Protagonisten im VW-Machtkampf FOTO: dpa, jst lof jol
Meinung | Düsseldorf. Der Machtkampf bei Volkswagen scheint vorerst geklärt: Obwohl VW-Patriarch Ferdinand Piëch seinem Vorstandschef Martin Winterkorn öffentlich das Vertrauen entzogen hat, bleibt sein einstiger Ziehsohn im Amt. Das ist ein Novum. Ein Kommentar. Von Thomas Reisener

Bis gestern schien die Macht von Piëch bei Volkswagen unbegrenzt: Winterkorn war nicht der erste Manager, den der Enkel des Firmengründers per öffentlicher Bloßstellung ausschalten wollte – und bislang war Piëch mit dieser brutalen Methode auch immer erfolgreich.

Aber das Klima in der deutschen Wirtschaft hat sich gewandelt. Die Selbstherrlichkeit, die man sich früher gelegentlich auf den höheren und – noch peinlicher – auch auf den mittleren Stufen der Hierarchie erlaubte, wird nicht mehr geduldet. Überhaupt haben Hierarchien an Bedeutung verloren. Stattdessen ist sichtbare Wertschätzung heute der professionelle Standard. Führungskräfte sollten den Wandel nicht unterschätzen: Bei ThyssenKrupp musste unlängst ein ganzer Konzernvorstand gehen, weil er genau diese Entwicklung zu spät erkannt hat.

Hintergrund: Winterkorn bleibt als VW-Vorstandschef im Amt.

(RP, )
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