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Bilanz für 2016
Volkswagen verkauft trotz Dieselskandal mehr Autos

Bilanz für 2016: Volkswagen verkauft trotz Dieselskandal mehr Autos
Volkswagen hat im vergangenen Jahr 5,99 Millionen Pkw verkauft FOTO: afp
Wolfsburg . Vor allem dank eifriger Kunden in China hat Volkswagen im vergangenen Jahr fast drei Prozent mehr Autos verkauft.

Der Absatz stieg trotz des Dieselskandals um 2,8 Prozent auf 5,99 Millionen Pkw, wie VW in Wolfsburg mitteilte. Das waren 164.000 mehr Autos als 2015. Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann erklärte, damit hätten fast sechs Millionen Kunden der Marke VW "in herausfordernden Zeiten die Treue gehalten".

In vielen Regionen ging der Absatz im vergangenen Jahr zurück, etwa in Westeuropa um zwei Prozent, in Deutschland sogar um mehr als sieben Prozent. In den USA, wo der Dieselskandal aufgedeckt worden war, sanken die Verkäufe um knapp acht Prozent, im wirtschaftlich angeschlagenen Brasilien sogar um 35 Prozent.

Deutlich mehr Autos von VW als im Vorjahr kauften Chinesen, hier kletterte der Absatz um 14 Prozent auf 2,63 Millionen Pkw, wie VW mitteilte. Die Volksrepublik ist damit der größte Markt für die Marke aus Wolfsburg. Auch in Zentral- und Osteuropa, darunter Russland, stiegen die Verkäufe um knapp sieben Prozent - auf insgesamt knapp 210.000.

Volkswagen hatte im September 2015 auf Druck der US-Behörden zugegeben, weltweit in elf Millionen Dieselautos verschiedener Marken eine illegale Software eingebaut zu haben. Dadurch wurden bei Tests deutlich niedrigere Werte an gesundheitsschädlichen Stickoxiden angezeigt.

(crwo/AFP)
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