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Konzern dementiert Medienbericht
VW will angeblich 10.000 Stellen streichen

Wolfsburg. Einem Medienbericht zufolge will Volkswagen bis zu 10.000 Stellen streichen. Der Konzern dementiert.

Über den geplanten Stellenabbau hatte das "Manager Magazin" berichtet. Aktionäre sehen die Maßnahme positiv: Die VW-Papiere steigen um über 2,5 Prozent und lagen damit am Mittag an der Dax-Spitze.

VW-Markenchef Herbert Diess fordere schon für das laufende Jahr eine Steigerung der Produktivität um zehn Prozent, berichtete das Magazin vorab. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten Tausende Arbeitsplätze abgebaut werden. Eine genaue Zahl habe Diess noch nicht genannt, doch sei intern von weit mehr als 10.000 Stellen die Rede, die dadurch in Gefahr gerieten. Es werde keinesfalls ausreichen, die 7000 Leiharbeitskräfte nicht mehr zu beschäftigen.

Diess wolle die Effizienz bei VW in allen Bereichen erhöhen, in den Werken genauso wie in der Verwaltung, berichtete das Magazin weiter. Spätestens im Frühsommer werde der Markenchef dabei auch massiv an die Arbeitsplätze herangehen. Dem Bericht zufolge stützt Konzernchef Matthias Müller den Sparkurs von Diess.

Vom Betriebsrat war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Betriebsratschef Bernd Osterloh hatte dem Vorstand im November einen Verstoß gegen Mitbestimmungsrechte der Belegschaft vorgeworfen und offen mit einem Bruch gedroht. Damals monierte er, das Management verkünde Sparmaßnahmen einseitig, ohne die Arbeitnehmervertretung zu informieren. Später besänftigte Müller die Gemüter. Beide Seiten wollten künftig wieder an einem Strang ziehen.

Dementi aus Wolfsburg

VW hat am Donnerstagmittag unterdeesen mit einem klaren Dementi auf den Bericht reagiert: "Wir weisen diese Meldung strikt zurück. Wir stehen fest zu unserer Stammbelegschaft", teilte Deutschlands größter privater Arbeitgeber am Donnerstag mit.

(felt/Reu)
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