Kinderbetreuung: Von der Leyen will auch private Anbieter fördern
zuletzt aktualisiert: 19.03.2008 - 07:36Frankfurt (RPO). Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) plant einem Zeitungsbericht zufolge, die Kinderbetreuung in Deutschland stärker zu privatisieren. Demnach sollen künftig auch private, gewinnorientierte Anbieter staatliche Zuschüsse bekommen.
Anders sei der zugesagte Ausbau der Kinderbetreuung nicht zu schaffen, argumentiert von der Leyen in ihrem Referentenentwurf für das neue Kinderförderungsgesetz, berichtet die "Frankfurter Rundschau". Bisher sollten lediglich gemeinnützige Träger in den Genuss der Förderung kommen.
Bei Kirchen, Wohlfahrtsverbände, Gewerkschaften und Linkspartei stoßen die Privatisierungspläne dem Zeitungsbericht zufolge auf massiven Widerstand. Sie sehen darin einen "Paradigmenwechsel" und ein "Einfallstor" zur Kommerzialisierung der Jugendhilfe. Auch der Koalitionspartner SPD meldet massive Bedenken an.
"Wir sehen das sehr kritisch", sagte SPD-Fraktionsvize Christel Humme der "FR". Die Pläne würden zu schweren "Verwerfungen" in der gemeinnützigen Trägerlandschaft führen.
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