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Kosten bleiben konstant: VRR verschiebt seine Preiserhöhung

zuletzt aktualisiert: 11.03.2010 - 07:21

Gelsenkirchen (RP). Der Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR) wird in diesem Jahr seinen Kunden nicht – wie in den Vorjahren – am 1. August eine Preiserhöhung präsentieren. Die politisch entscheidende schwarz-grüne Koalition im "Parlament" des VRR verständigte sich darauf, die vorgesehene "Anpassung vorerst auszusetzen".

Foto: RPO

Frank Heidenreich, Chef der CDU-Fraktion, begründete den Entschluss damit, dass weder die Personal-, noch die Energiekosten im erwarteten Umfang stiegen. Deshalb solle nun die aktuelle Entwicklung abgewartet werden. Das eigentlich für den 1. August geplante Sozialticket hätte diese Entspannung bei den Kosten sicherlich ins Wanken gebracht.

Union und Grüne, die ihre Koalition im VRR mit diesem Projekt eingeläutet hatten, wollen es nun auf den 1. Januar 2011 verschieben. Anspruch auf ein Sozialticket sollen Hartz-IV- und Sozialhilfe-Bezieher sowie Berufstätige haben, deren Einkommen nicht mehr als zehn Prozent über dem Hartz-IV-Regelsatz plus Wohngeld liegt.

Etliche Verkehrsunternehmen hatten mit Blick auf die erwarteten Einnahme-Einbußen gegen die Pläne protestiert oder gar mit einem Preisanstieg gedroht. Sie befürchten, dass sie durch das Sozialticket keine neue Kunden gewinnen, sondern lediglich Einnahmen verlieren. Schwarz-Grün ist sich allerdings einig, dass die Kommunen durch die Neuerung nicht zusätzlich belastet werden dürfen.

Eine Marktforschungsanalyse soll nun das Interesse an einem solchen Ticket und die finanziellen Bedingungen ausloten. Das Sozialticket soll in den Grenzen der jeweiligen Kommune (Preisstufe A) gelten, in der der Bürger wohnt. Der Preis dürfte zwischen zehn bis 15 Euro unter dem günstigsten Monatsticket der Preisstufe A (knapp 36 Euro) liegen.

Quelle: RP

 
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