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Kartellvorwürfe
US-Kunden erheben Sammelklage gegen deutsche Autobauer

VW, Daimler, BMW: Sammelklage wegen Kartell in USA
Neue Mercedes-Modelle auf einem Parkplatz in Bremerhaven. FOTO: afp, PST
Newark. Die Kartellvorwürfe gegen deutsche Autobauer könnten nun auch rechtlichen Ärger in den USA nach sich ziehen. Drei Kunden reichten Sammelklage gegen VW, Daimler und BMW ein. 

Die entsprechende Klage, hinter der die US-Kanzlei Robins Kaplan steht, wurde bereits am Dienstag bei einem Gericht im Bundesstaat New Jersey eingereicht. Am Donnerstag hatte zunächst die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

Die US-Anwälte berufen sich bei ihren Vorwürfen der Verschwörung im Wesentlichen auf Informationen aus deutschen Presseberichten. Sie haben den Rechtsstreit als potenzielle Sammelklage angelegt, der sich - wenn sie als solche zugelassen werden sollte - weitere Autobesitzer und Leasing-Nehmer anschließen könnten.

Hersteller haben drei Wochen für Reaktion

Die Kläger fordern Strafen und Schadenersatz wegen Verletzung von Kartellrecht sowie Verstößen gegen Verbraucherschutzgesetze und unrechtmäßiger Bereicherung.

Der Klagebescheid wurde den deutschen Herstellern am Mittwoch zugestellt, sie müssen laut US-Recht innerhalb von 21 Tagen reagieren. Bei VW sind auch die Töchter Audi, Porsche und Bentley beklagt.

In der 69-seitigen Klageschrift heißt es zudem, die zuständige Abteilung des US-Justizministeriums habe eine Untersuchung wegen des Kartellverdachts eingeleitet. Ein Sprecher wollte dies auf Nachfrage nicht bestätigen - das Ministerium äußere sich dazu nicht.

(csi/dpa)
 
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