Pläne: Wacker Chemie im April an die Börse
zuletzt aktualisiert: 26.03.2006 - 11:33München (rpo). Wenn alles läuft wie geplant, geht das Münchener Chemieunternehmen Wacker am 10. April an die Börse. Das Unternehmen erhofft sich einen Emissionserlös von mindestens 250 Millionen Euro. Die Aktie wird dann im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sein.
Die Preisspanne werde am 30. März bekannt gegeben, heißt es in dem am Wochenende veröffentlichten Angebotsprospekt. Die Zeichnungsfrist laufe vom 31. März bis zum 7. April, zugelassen werden sollen für den Handel rund 52,15 Millionen Aktien.
Angestrebt werde ein Bruttoemissionserlös von mindestens 250 Millionen Euro, heißt es in dem Prospekt weiter. Aus Finanzkreisen war zuvor verlautet, dass ein Erlös von rund einer Milliarde Euro für möglich gehalten wird. Der Nettoerlös soll nach Unternehmensangaben für Wachstumsinvestitionen verwendet werden. Schwerpunkte lägen auf dem Aufbau der Produktionskapazitäten im chinesischen Zhanjiagang und der Errichtung einer Produktionsanlage für Polysilicium in Burghausen (Bayern). Zudem sollen in der Sparte Siltronic die Produktionskapazitäten für 300-Millimeter-Wafer ausgebaut werden.
Gegründet vor mehr als 90 Jahren, erwirtschaftet der weltweit operierende Chemiekonzern nach eigenen Angaben heute nahezu 80 Prozent seines Umsatzes im Ausland. Im Geschäftsjahr 2005 erzielte Wacker einen Umsatz von 2,76 Milliarden Euro, das Konzernergebnis nach Steuern betrug 144 Millionen Euro. Zum Jahresende beschäftigte der Konzern rund 14 400 Mitarbeiter. Wacker ist unter anderem in den Bereichen Silicon- und Polymer-Chemie aktiv.
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