kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Studie: Warum Frauen weniger verdienen

VON REINHARD KOWALEWSKY - zuletzt aktualisiert: 06.03.2010 - 11:13

(RP). Pünktlich zum Weltfrauentag am 8. März zeigt eine Untersuchung: Gerade in Deutschland verdienen Frauen schlechter als Männer. Doch während das Resultat klar ist, streiten sich Experten über die Gründe.

Zumindest Deutschlands erste Frau hat mit Diskriminierung am Arbeitsplatz kein Problem: Als Bundeskanzlerin verdient Angela Merkel mit der Besoldungsgruppe B11 plus Zulagen genau soviel wie Amtsvorgänger Gerhard Schröder bei gleichem Lebensalter bekommen hätte – also 16. 000 Euro im Monat.

Und doch zeigt sich im Verhältnis zu Stellvertreter Guido Westerwelle, warum das weibliche Geschlecht häufig weniger Geld auf ihr Konto bekommt als Männer: Der FDP-Chef kämpft laut um jeden Vorteil - die Kanzlerin gibt sich eher versöhnlich. Westerwelle füllte sich als Oppositionschef noch die Tasche mit Nebenjobs als Redner für Unternehmen oder Verbände – ein solcher Erwerbstrieb ist von Merkel unbekannt.

Eine gestern vorgestellte Untersuchung zeigt, dass ungeachtet des guten Verdienstes der Kanzlerin das weibliche Geschlecht noch immer deutlich weniger verdient als das männliche. Der Bruttostundenverdienst von Frauen lag laut Statistischem Bundesamt in 2008 23,2 Prozent unter dem von Männern. Damit ist die Lohnlücke noch größer als in den Vorjahren: 2007 lag sie bei 23,0 Prozent, 2006 betrug sie 22,7 Prozent.

Gleichzeitig liegt der Verdienstabstand in Deutschland auch deutlich über dem Durchschnitt in der Europäischen Union, der 18,0 Prozent beträgt. Größer als in Deutschland ist das Gefälle beim Bruttostundenverdienst nur noch in Estland (letzter Wert von 2007 30,3 Prozent), Tschechien (26,2 Prozent), Österreich (25,5 Prozent) und den Niederlanden.

Woher kommen die Unterschiede?

Die Frage ist nun, woher die Unterschiede kommen. Es liegt an gezielter Diskriminierung, meinen radikale Frauenrechtlerinnen. EU-Kommisssarin Viviane Reding überlegt, Firmen zu gleichberechtigter Bezahlung zu zwingen.

Tatsächlich hat die schlechte Bezahlung von Frauen mehrere Gründe: Sie haben häufiger soziale oder künstlerische Berufe gelernt – Männer wählen eher "harte" Berufsbilder aus Technik oder Wirtschaft, die meist mehr Geld bringen. Frauen unterbrechen ihr Berufsleben oft wegen der Kinder – Männer dagegen noch selten. Und Frauen sind weniger entschlossen, für ein gutes Gehalt zu kämpfen – Männer sehen ein volles Konto dagegen als Teil ihres Selbstbildes.

"Frauen, das dämliche Geschlecht", polemisiert denn auch die Buchautorin Barbara Bierach gegen ihre Geschlechtsgenossinnen. Sachlicher bringt die Kölner Psychologin und Karriereberaterin Rosemarie Bender das Problem im Gespräch mit unserer Redaktion auf den Punkt: "Frauen treten oft zu bescheiden auf. Sie trauen sich zu selten, mal auf den Tisch zu hauen. Und sie planen ihr Berufsleben weniger ökonomisch als Männer."

Was bleibt zu tun? Die Politik ist gut beraten, die Möglichkeiten zur Kinderbetreuung auszubauen – das hilft, zu lange Berufspausen von Frauen zu vermeiden. Junge Frauen sollten sich weniger als früher darauf verlassen, dass ihr Ehemann ihr zu niedriges Gehalt ausgleicht, und entsprechende Jobs wählen. Und Firmen sollten prüfen, ob sie Kolleginnen manchmal doch benachteiligen – und das korrigieren.

Quelle: RP

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Wie Restaurants am Kunden sparen

Statt Sauce Hollandaise gibt's ein Imitat

Wie Restaurants am Kunden sparen

Sauce Hollandaise wird in Restaurants oft nicht selbst mit Butter und Eigelb zubereitet. Stattdessen werden billige Imitate der Lebensmittel ... mehr 

Lenovo erwägt PC-Produktion in Thüringen

Chinesischer Computerhersteller

Lenovo erwägt PC-Produktion in Thüringen

Der chinesische Computerhersteller Lenovo wird möglicherweise in Zukunft auch in Deutschland PCs herstellen. mehr 

Mehr Wirtschaft
Aus der Region

Statt Sauce Hollandaise gibt's ein Imitat

Wie Restaurants am Kunden sparen

Chinesischer Computerhersteller

Lenovo erwägt PC-Produktion in Thüringen

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Tragischer Unfall: 400 Schafe fallen auf Autobahn

Hunderte Schafe sind in der Nacht zu Freitag auf eine Straße in Melbourne gefallen, als ein Tiertransporter auf einer Brücke umkippte und ... mehr 

Top-Services
 
Anzeige:
Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
Politik-Nachrichten
In Kiel leuchtet die Ampel rot-blau-grün: Ralf Stegner (SPD), Anke Spoorendonk (SSW) und Eka von Kalben (Grüne) präsentieren den Koalitionsvertrag für Schleswig-Holstein.

Koalitionsvertrag in Schleswig-Holstein

Der Vertrag für die Dänen-Ampel steht

In Kiel reagiert künftig die Dänen-Ampel. Am Sonntag beendeten die an der Regierung beteiligten Parteien ihre Verhandlungen. SPD, Grüne und Südschleswigscher Wählerverband (SSW) stellten am Abend ihren Koalitionsvertrag. mehr

 
Offizielle-und-inoffizielle-Atommaechte_1_48507.jpg

Schiffe aus deutscher Produktion

Israel stationiert Atomwaffen auf U-Booten

Einem Medienbericht zufolge werden israelische U-Boote aus deutscher Produktion mit Atomraketen bewaffnet. mehr

 

Die Linke hat ihr Ende vor Augen

Selbst Gysi weiß nicht weiter

 

Angeblich macht Merkel Druck auf Madrid

Spanien wehrt sich gegen Rettungsschirm

 

Ägyptens Ex-Präsident entgeht Todesstrafe

Tausende fordern den Tod Mubaraks

 
 
 

Chaotischer Parteitag der Linken

Ein Akt der Selbstzerfleischung

Strom-Rechner

kWh
vergleichen