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Geschenke-Hitliste
Wofür die Deutschen zu Weihnachten am meisten ausgeben wollen

Weihnachten 2017: Gutscheine und Spielzeug stehen als Geschenke hoch im Kurs
Verpackte Geschenke. (Symbolbild) FOTO: soo hee kim/Shutterstock.com
Düsseldorf. Im vergangenen Jahr lagen Spielsachen noch ganz vorn - für nichts wollten die Deutschen zu Weihnachten mehr Geld ausgeben als für Lego, Barbies oder Playmobil. Jetzt hat ein anderes Weihnachtsgeschenk die Spitzenposition übernommen.  Von Christina Rentmeister

1,84 Milliarden Euro - so viel wollen die Deutschen zu Weihnachten 2017 für Gutscheine ausgeben. Das geht aus einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens GfK nach den geplanten Ausgaben für Weihnachtsgeschenke hervor. Aus den Ergebnissen hat GfK den Umsatz errechnet, mit dem in einzelnen Geschenkekategorien zu rechnen ist.

Gutscheine für den Gabentisch liegen damit in der Gunst der Deutschen ganz vorn, und das ist neu: Noch im vergangenen Jahr hatte Spielzeug den Spitzenplatz eingenommen. Im Weihnachtsgeschäft 2017 kann der Handel noch mit 1,82 Milliarden Euro Umsatz für Carrera-Bahnen, Puppen oder Teddybären rechnen.  

Für Gutscheine will jeder Deutsche im Schnitt 106 Euro ausgeben. Das sind 9 Euro mehr als 2016. Auch die Modebranche kann sich auf hohe Umsätze freuen. Die GfK geht von einem Umsatz von 1,58 Milliarden Euro bei Kleidung aus.

Deutlich mehr als noch im Vorjahr wollen die Menschen für Tickets und Abos ausgeben. War vergangenes Jahr noch mit einem Umsatz von 812 Millionen Euro in diesem Bereich zu rechnen, sind es nun 910 Millionen Euro.

Bei Unterhaltungselektronik wie CDs oder Computerspielen rechnet GfK im Weihnachtsgeschäft mit einem Umsatz von 378 Millionen Euro. 406 Millionen Euro an Umsatz sollen Notebooks und Computer einbringen.

Insgesamt ist der Umsatz mit dem Weihnachtsgeschäft im deutschen Handel seit 2005 um fast zehn Milliarden Euro gestiegen. Das geht aus den Berechnungen des Handelsverbands Deutschland hervor. 2005 machte der Handel noch 82,2 Milliarden Euro Umsatz, im vergangenen Jahr 91,8 Milliarden Euro. Für dieses Jahr geht der Verband zudem von einem deutlichen Anstieg des Umsatzes auf 94,5 Milliarden Euro aus.

Einen Einbruch bei den Weihnachtsumsätzen gab es lediglich während der Finanzkrise zwischen 2007 und 2009. Mit 78,7 Milliarden Euro machte der Handel 2009 den geringsten Umsatz. Seitdem steigt der Betrag wieder kontinuierlich.

Keinen Einbruch gab es während der Finanzkrise beim Umsatz im Online-Handel. Dort stiegen die Beträge, die der Handel zur Weihnachtszeit umsetzt, seit 2005 deutlich. Damals lag der Umsatz noch bei 3,6 Milliarden Euro, 2016 bei 11,1 Millionen Euro. Für dieses Jahr erwartet der Handelsverband noch mal 1,1 Milliarden Euro mehr Umsatz als vergangenes Jahr.

 
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