Konzernumbau fällt noch drastischer aus: Weitere 4000 Jobs bei ThyssenKrupp weg?
zuletzt aktualisiert: 19.04.2009 - 08:09Berlin (RPO). Der Düsseldorfer Technologiekonzern ThyssenKrupp erwägt einem Medienbericht zufolge einen weitaus drastischeren Unternehmensumbau als bisher bekannt. Nach Informationen aus dem Unternehmensumfeld könnten faktisch alle bisher weitgehend eigenständigen Sparten auf die Holding verschmolzen werden. Dass würde einen weiteren Wegfall von 4000 Jobs bedeuten.
Schon auf einer Strategiesitzung des Vorstands am Montag stehen die Grundzüge der neuen Konzernstruktur dem Bericht der "Welt am Sonntag" zufolge auf der Tagesordnung.
Demnach sollen faktisch die fünf bisher rechtlich eigenständigen Segmente, die als Aktiengesellschaften geführt werden, abgeschafft und auf die Holding verschmolzen werden. Am Ende würde voraussichtlich nur noch die ThyssenKrupp AG als Aktiengesellschaft existieren: "Es geht um den direkten Management-Durchgriff", heißt es im Konzern.
Stellenabbau größer als erwartet
Außerdem dürfte der Stellenabbau größer ausfallen als erwartet. Allein in den Stahlsparten würden 2000 Jobs gestrichen, heißt es in Unternehmenskreisen, weitere 2000 in den anderen Geschäftsbereichen. Darin ist dem Vernehmen nach der Personalabbau im Zuge der 500 Millionen Euro an geplanten Einsparungen durch den Konzernumbau, den Vorstandschef Ekkehard Schulz erst Ende März verkündet hat, noch gar nicht enthalten. Die Hälfte dieser Summe solle durch einen weiteren Abbau der Belegschaft erzielt werden.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum
