Insgesamt 700 Beschuldigte: Weitere Festnahmen in Liechtensteiner Steueraffäre
zuletzt aktualisiert: 06.06.2008 - 20:33München/Bochum (RPO). Mittlerweile ermittelt die Bochumer Staatsanwaltschaft gegen 700 Beschuldigte in der Steueraffäre um versteckte Millionen in Liechtenstein. Die Ermittler haben diese Woche drei weitere Personen festgenommen.
Grund der Festnahmen war Flucht- und Verdunkelungsgefahr, berichtete die "Süddeutsche Zeitung". In zwei Fällen seien die Haftbefehle gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt worden, ein Beschuldigter sitze noch in Untersuchungshaft.
Bei allen drei Verdächtigen handele es sich allenfalls um lokale Prominenz. Mit ersten Anklagen sei im August zu rechnen. Zunächst sollen weniger bekannte Beschuldigte, die im Gerichtsbezirk Bochum wohnen, angeklagt werden.
Die Zeitung berichtete, dass die vorläufig letzte Welle der Liechtenstein-Ermittlungen jetzt abgeschlossen worden sei. Bei etwa 25 Beschuldigten in Nordrhein-Westfalen, Süddeutschland und Berlin hätten in den vergangenen drei Wochen Durchsuchungen wegen Verdachts der Steuerhinterziehung stattgefunden.
Der prominenteste Beschuldigte ist der frühere Post-Vorstandsvorsitzende Klaus Zumwinkel. Seit Februar hätten die Ermittler bei annähernd 200 Beschuldigten angeklopft und 250 Objekte durchsucht.
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