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Rückzug aus Deutschland bereits angekündigt: Weltweite Entlassungswelle bei AOL

zuletzt aktualisiert: 12.01.2010 - 09:48

New York (RPO). Der Online-Dienstleister AOL will weltweit tausende Mitarbeiter entlassen. Ein vom Unternehmen aufgelegtes Programm für freiwillige Abgänge habe nicht den gewünschten Erfolg gehabt, teilte eine Sprecherin des US-Unternehmens am Montag mit.

AOL kündigt eine große Entlassungswelle an.  Foto: AP, AP
AOL kündigt eine große Entlassungswelle an. Foto: AP, AP

Nun müsse es Entlassungen geben, der entsprechende Prozess richte sich nach der Rechtssprechung in den einzelnen Ländern. Zuvor hatte AOL-Deutschland bereits mitgeteilt, dass sich das Unternehmen aus Deutschland zurückzieht. Die vier Niederlassungen in Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt und München werden geschlossen. Nach Angaben eines Sprechers gehen in Deutschland 140 Jobs verloren.

Die Unternehmensmutter in den USA hatte im Dezember angekündigt, weiltweit 2500 von 6900 Jobs streichen zu wollen. Dies sollte möglichst durch finanziell geförderte freiwillige Abgänge bewerkstelligt werden. Nur im Notfall werde es Kündigungen geben, erklärte das Unternehmen damals.

Allerdings hätten sich bisher nur etwa 1100 Beschäftigte entschieden, freiwillig zu gehen, erklärte nun Unternehmenssprecherin Alysia Lew. Die Kündigungsschreiben in den USA sollten zum Großteil noch in dieser Woche verschickt werden, in Europa werde es Gespräche geben. Laut Lew werden neben Deutschland unter anderem auch in Spanien und Schweden die Büros geschlossen.

Nach acht gemeinsamen Jahren hatte sich der US-Unterhaltungskonzern Time Warner im vergangenen Jahr von AOL getrennt. Die beiden Konzerne hatten sich 2001 auf dem Höhepunkt des Internetbooms zusammengeschlossen. Der Wert von AOL wurde damals mit 165 Milliarden Dollar angegeben; für Time Warner erwies sich das Geschäft als desaströs. AOL schrieb rote Zahlen, Time Warner musste massive Verluste abschreiben.

Quelle: AFP/top

 
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