Blüten sind oft 50-Euro-Scheine: Weniger Falschgeld aus dem Verkehr gezogen
zuletzt aktualisiert: 19.07.2010 - 11:56Frankfurt/Main (RPO). Die Zahl aus dem Verkehr gezogener Euro-Blüten hat im ersten Halbjahr dieses Jahr abgenommen. Wie die Europäische Zentralbank am Montag in Frankfurt am Main mitteilte, wurden zwischen Januar und Juni 387.000 gefälschte Euro-Scheine registriert. Das sind 13 Prozent weniger als in den vorangegangenen sechs Monaten.
Verglichen mit der Anzahl der sich in Umlauf befindenden echten Geldscheine - 13,2 Billionen in der ersten Hälfte 2010 - sei der Anteil der Blüten aber gering, urteilten die Währungshüter.
Den Angaben zufolge stellten 50-Euro-Scheine mit 42,5 Prozent den Großteil der Fälschungen. 20-Euro-Scheine kamen mit 41,5 Prozent fast ebenso häufig vor. Etwa jede achte Blüte (12 Prozent) war ein grüner 100-Euro-Schein.
98 Prozent des Falschgelds wurden der EZB nach in den 16 Ländern des Euro-Raums bemerkt. Etwas mehr als 1 Prozent war in den übrigen EU-Mitgliedsstaaten in Umlauf, knapp 0,5 Prozent der Blüten wurden in anderen Teilen der Welt entdeckt.
Die Fälschungen lassen sich erkennen. Zu den wichtigsten Sicherheitsmerkmalen zählen Hologrammelemente, Wasserzeichen und der erhabene Teil des Druckbilds. Die EZB empfiehlt, bei der Prüfung einer verdächtigen Banknote eine echte zum Vergleich heranzuziehen, die zum Beispiel aus einem Geldautomaten stammt.
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