Er sollte nach dem erzwungenen Abgang von Rick Wagnoner GM vor dem Aus retten: Der ehemalige GM-Europa-Chef Fritz Henderson, der wegen seiner Sanierungserfahrungen auch den Spitznamen "Fix-it-Fritz" trägt. Seine Amtszeit dauerte nur 60 Tage. In seine Amtszeit fällt nun der größte Bankrott in der Geschichte der US-Industrie. GM ist pleite.
Für die Opelaner ist der Manager mit dem schütteren Haupthaar kein Unbekannter. Henderson war bis 2005 Chef von GM Europe mit den Marken Opel, Vauxhall und Saab. In seine Zeit fällt der Umbau des Europageschäfts verbunden mit Kostensenkungen und dem Abbau von allein 9.500 Stellen bei Opel.
Bisher stand Henderson im Schatten des bisherigen CEOs Rick Wagoner (rechte Reihe, hinten). Bei allen wichtigen Verhandlungen war Henderson als Vize-Chef und Finanzvorstand jedoch stets dabei: Sei es beim Treffen des GM-Vorstands mit NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers oder mit Bundeswirtschaftsminister Theodor zu Guttenberg.
Wagoner selbst lobte seinen Nachfolger: Henderson sei eine ideale Besetzung für den Posten. Henderson ist in der der Auto-Stadt Detroit geboren worden und aufgewachsen. Laut Forbes ist Wagoner seit 1984 bei GM tätig. Zum Finanzchef wurde er 2007 gewählt.