Laut Eigentümerkreisen: WestLB droht Kahlschlag: 2000 Jobs in Gefahr
VON GEORG WINTERS - zuletzt aktualisiert: 21.01.2008 - 06:36Düsseldorf (RP). Die Lage bei der angeschlagenen WestLB spitzt sich offenbar zu. Nach Informationen unserer Redaktion ist bei den Eigentümern der Bank ein massiver Stellenabbau im Gespräch. Dabei gehe es um etwa 2000 Arbeitsplätze, davon 1000 im Inland und 1000 im Ausland, hieß es gestern aus dem Umfeld der Bank.
Damit sollten ungefähr 250 Millionen Euro eingespart werden. Neben der geplanten Kapitalerhöhung von etwa 1,5 Milliarden bis zwei Milliarden Euro sei es aus Sicht der Eigentümer notwendig, dass auch das Unternehmen selbst einen erheblichen Beitrag zur Sanierung des Unternehmens leiste. Ein Sprecher der Bank sagte, es gebe derzeit keine Pläne für einen Stellenabbau bei der WestLB.
Das Unternehmen ist wie andere Geldhäuser schwer durch die Folgen der US-Hypothekenkrise getroffen. Zwar waren im Zuge der Sanierung und der geplanten Fusion mit der Frankfurter Landesbank Helaba ein Umbau der Bank und weitere Sparmaßnahmen ohnehin geplant. Dass der Stellenabbau jetzt aber kurzfristig und in dieser Größenordnung diskutiert würden, deute darauf hin, dass die Probleme größer seien als vermutet, hieß es.
Als Indiz dafür galt in Bankenkreisen auch, dass Bundesbank-Präsident Axel Weber und der Chef der Finanzaufsichtsbehörde Bafin, Jochen Sanio, am Sonntag an einer Krisensitzung bei der Kreissparkasse in Köln teilnahmen. Dort trafen sich die Eigentümer der Bank das Land NRW sowie die Sparkassen- und Landschaftsverbände in Nordrhein-Westfalen zu Beratungen über die Zukunft der WestLB.
Dabei sollte auch die Frage erörtert werden, welcher Eigner welchen Teil der Kapitalerhöhung schultern solle. An der Sitzung nahm auch WestLB-Chef Alexander Stuhlmann teil. Die Sitzung ging in der Nacht zu Ende, ohne dass die Beteiligten zu den Ergebnissen eine Stellungnahme abgaben.
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