Halbjahresbilanz: WestLB macht 224 Millionen Euro Gewinn
zuletzt aktualisiert: 12.08.2009 - 10:45Düsseldorf (RPO). Die angeschlagene WestLB hat im ersten Halbjahr einen Konzerngewinn von 224 Millionen Euro verbucht. Der Gewinn hatte im Vorjahr wegen der damals gestarteten staatlichen Rettungsgarantien noch bei 580 Millionen Euro gelegen. Das gab die Bank am Mittwoch in Düsseldorf bekannt.
"Die WestLB hat ein solides erstes Halbjahr erarbeitet. Die frühzeitig eingeleiteten Umstrukturierungsmaßnahmen zeigen bei den kundengetriebenen Erlösen und auf der Kostenseite deutlich Wirkung", sagte WestLB-Interimschef Dietrich Voigtländer. Die Bank konnte im Zuge ihrer Umstrukturierung die Personalkosten um 30 Prozent oder 121 Millionen Euro auf 287 Millionen Euro reduzieren.
Die Bilanzsumme der WestLB verringerte sich den Angaben zufolge im ersten Halbjahr gegenüber Ende 2008 um 33,6 Milliarden Euro oder zwölf Prozent auf 254,5 Milliarden Euro.
Zur Stützung der WestLB hatte das Land im Juni eine weitere Vier-Milliarden-Euro-Garantie abgegeben. Bereits im Frühjahr 2008 hatten die Eigentümer einen Schutzschirm in Höhe von fünf Milliarden Euro über die Bank gespannt, um faule Kredite aufzufangen. Zugleich wurden Wertpapiere im Volumen von rund 23 Milliarden Euro in eine Zweckgesellschaft ausgelagert. Riskante Aktiengeschäfte hatten 2007 die WestLB-Turbulenzen ausgelöst. Die Finanzkrise verschärfte die Schieflage der Bank.
Haupteigentümer der WestLB sind mehrheitlich die beiden Sparkassenverbände Rheinland und Westfalen-Lippe mit je 25,2 Prozent. Das Land Nordrhein-Westfalen hält etwa 38 Prozent - davon 17,5 Prozent direkt und 20,2 Prozent indirekt über die NRW.Bank.
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